Der Apollensberg

Seine Bekanntheit über viele Jahrhunderte hinweg verdankt der Apollensberg einer kleinen Wallfahrtskapelle, die der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet war.
Sie wurde in Gestalt eines Kreuzes erbaut und fand von der umliegenden Bevölkerung großen Zuspruch als Wallfahrtsort.
1376 wurde sie dem Allerheiligenstift in Wittenberg angeschlossen und in diesem Zusammenhang erstmals schriftlich erwähnt.
Dies bestätigte der Papst Bonifacius IX in einer Urkunde von 1400. Nach der über 40jährigen militärischen Nutzung
des Apollensberges wurde die öffentliche Begehung wieder möglich und somit der Weg für die Aufstellung eines ökumenischen Kreuzes an dem Standort der ehemaligen Marien-Kapelle geebnet.
Auf Bestreben des Apollensdorfers Dr. Luitfried Bergmann fanden sich Christen der Evangelischen und Katholischen Kirche, sowie der Freikirchlichen Gemeinde der Stadt zusammen, um die Idee der Errichtung eines Kreuzes umzusetzen. Im Rahmen der Weltausstellung EXPO 2000 wurde dann das Kreuz aus Edelstahl hergestellt, in Einzelteilen auf den Berg gefahren, zusammengeschweißt und mit Hilfe eines Autokranes aufgestellt. Am 09.07.2000 wurde das Kreuz ökumenisch durch Vertreter der drei genannten Gemeinschaften geweiht.
Seit 2001 lädt außerdem eine Bank rund um das Kreuz zum Verweilen auf dem Gipfel des Apollensberges ein

Elke Hurdelbrink

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Nachtrag:
Die Papsturkunde ist zurzeit in der Ausstellung im Augusteum zu sehen:

„Verehrt. Geliebt. Vergessen.
Maria zwischen den Konfessionen.“

Die Apollensdorfer veranstalten in jedem Jahr im September ein Apfelfest auf der Streuobstwiese am Apollensberg.

Elke Hurdelbrink (2019)

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