Dobiener Kindergarten

 

Der Dobiener Kindergarten früher und heute

 

2022.03.22. Mitteldeutsche Zeitung

2017.12.02. Mitteldeutsche Zeitung

AWO-Kita“Kinderinsel“ wurde komplett saniert
Stadt investierte 414.000 Euro, optimale Bedingungen geschaffen

Offizielle Eröffnung erfolgte am Mittwoch in Verbindung
mit einem Wechsel in der Kita Leitung.
Bereits seit Anfang Juli 2017 ist die komplett sanierte und
modernisierte Kita in der Dobiener Bachstraße unter dem
Namen „Kinderinsel“ wieder in Betrieb, doch die offizielle
Eröffnung erfolgte erst am vergangenen Mittwoch in Verbindung
mit einem Generationenwechsel: Ute Svoboda,
die seit 1982 in der Kita als Erzieherin arbeitet, von 1990 bis jetzt
als Leiterin, übergab den Staffelstab an Ulrike Jähnke.
„Habt Träume, habt Visionen“, gab die langjährige Leiterin ihrer Nachfolgerin und den fünf Kolleginnen mit auf den Weg.
Die Einrichtung sei ein Teil von Reinsdorf, die Öffnung zum Gemeinwesen von großer Bedeutung.
Seit 1975 arbeitet Ute Svoboda als Kindergärtnerin, über
Stationen in Schmilkendorf und Nudersdorf kam sie nach Dobien.
Sie habe viel um diese Kita gekämpft, entsprechend eng sei
ihre Bindung, so dass der Abschied mit Dank und Wehmut
verbunden sei. Dass am Ende die Freude überwiegt, hat
auch damit zu tun, dass sie die Sanierungsphase der Kita bis
fast zuletzt begleitet hat. Der Wechsel in der Kita-Leitung
erfolgte aus gesundheitlichen Gründen, Ute Svoboda bleibt
dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als
erfahrene Mitarbeiterin erhalten.
414.000 Euro investierte die Lutherstadt in die Sanierung,
die sich über zwei Bauabschnitte erstreckte.
„Im ersten Abschnitt von März bis September 2015 wurde bei laufendem Betrieb die Dacheindeckung erneuert und die
Fassade des Anbaus saniert“, berichtet Gabriela Günther, Fachbereichsleiterin Gebäudemanagement.
Bereits vor Beginn des zweiten Bauabschnitts von Juli
2016 bis Juni 2017 mussten die Kinder im November 2015
das Ausweichquartier im ehemaligen Ärztehaus in Piesteritz
beziehen, der Grund: Im Erdgeschoss war die Beleuchtung in
den Gruppenräumen irreparabel ausgefallen. Die Hortkinder
konnten in der Grundschule Reinsdorf betreut werden, so
dass kein Shuttle-Verkehr eingerichtet werden musste.
Im zweiten Bauabschnitt wurden das vom Hausbockkäfer
befallene Flachdach saniert, die Heizungsanlage erneuert und
von Heizöl auf Erdgas umgestellt, so dass der alte, zehn Meter
hohe Schornstein abgebrochen werden konnte.
Die Elektroanlage wurde erneuert und die Grundmauern trockengelegt, alle Gruppenräume renoviert, ein separater Waschraum für die Hortkinder eingerichtet sowie im Erdgeschoss ein Krippenschlafraum geschaffen, damit die Kinder zum Schlafen nicht mehr über die
Treppe ins Obergeschoss gebracht werden müssen.
Entgegen der ursprünglichen Planung musste auch die Dielung
im Obergeschoss entfernt werden: Durch die Kombination
alter Spanplatten und Bodenbelagskleber hatte sich ein
extremer Geruch entwickelt, der nur durch die Entfernung
der Holzkonstruktion zu beseitigen war.


„Nach der Sanierung und Modernisierung verfügt diese
Einrichtung über deutlich verbesserte Bedingungen“, erklärte
AWO-Geschäftsführerin Corinna Reinecke, die die Entwicklung des Hauses Revue passieren ließ. Seit 1956 wird das Objekt, das zuvor als Gaststätte „Zum grünen Tal“ bekannt war und kurze Zeit als
Kinderheim diente, als Kindergarten genutzt.
1991 erhielt die Einrichtung den Namen „Kita Märchenland“, ab da wurden auch Hortkinder betreut.
Im April 1993 wechselte die Kita in Trägerschaft der AWO
und bewarb sich am Landesmodell-Projekt „Möglichkeiten
und Grenzen der Integration von Hortkindern in bestehende
Angebotsformen der Kinderbetreuung mit Vernetzung der
offenen Kinder- und Jugendarbeit.“ Bei diesem Projekt ging
es um die Öffnung der Kita zum Gemeinwesen. Damals erfolgte
die Umbenennung in „KIZ Märchenland“, wobei „KIZ“ für
„Kind im Zentrum“ steht. Nach der Inbesitznahme des
sanierten Gebäudes im Sommer des Jahres heißt die Kita
„Kinderinsel“: Ein Ort fern vom Elternhaus, aber gut
geschützt und behütet. Inseln haben aber auch etwas mit
Reisen und mit dem neuen, AWO-eigenen Projekt
„Jolinchen-Kids“(fit und gesund in der Kita) zu tun:
Gesundheit soll für die Kinder eine bunte Entdeckungsreise
sein, Stationen sind unter anderem der „Fitmach-Dschungel“
oder das „Gesund- und Leckerland“. Begleitet werden die
Kinder von „Jolinchen“, einer kleinen, grünen und immer
fröhlichen Handpuppe.
Das bundesweite Programm möchte dazu beitragen, dass
viel Bewegung und gesunde Ernährung ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags der Kinder sind, sei es in der Kita
oder zu Hause. Deswegen werden auch die Kita-Mitarbeiter
geschult und die Familien ein

1998.12.16. Mitteldeutsche Zeitung
Dobien - in Dobiener Zeitungsschnipsel/Nachbargemeinden/Dobien
Dobien – Kiz „Märchenland“
1997.10.11. Mitteldeutsche Zeitung
Dobien – Kindergarten 1950 – 1956 in der Bachstraße 1
Dobien – alter Kindergarten in der Bachstraße 1
Foto: Februar 1954

1. Etage Wohnung der Familie Hurdelbrink – Erika Hurdelbrink ist Kindergartenleiterin. Im Erdgeschoss waren die Gruppenräume und die Küche. Toiletten waren in einem Seitengebäude auf dem Hof – natürlich aus Holz!
Die schöne Eiche wurde gefällt – etwa1960, um Wohnungen zu bauen.
Der Kindergarten zog dann in die Bachstraße 2 – ehemals Gaststätte „Zum grünen Tal“.

1912.03.24. Wittenberger Allgemeine

Besitzwechsel.
Das Wernersche Lokal in Dobien ist an Herrn
Pfrind käuflich übergegangen. Der neue Besitzer feiert am
Sonntag mit seiner Gattin die silberne Hochzeit.

Radfahrverein Victoria 1912 – zu dieser Zeit Wirtin im
„Grünen Tal“ W. Werner
aus: Archiv des HV WB
Gaststätte „Zum grünen Tal“
Gastwirtschaft „Zum grünen Tal“ um 1912
seit 2017 Kindergarten „Kinderinsel“ in der Bachstr. 2

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