1. Die Schulstube
Wir befinden uns in einer großen Stube.
In dieser wird Schule gehalten.
Sie heißt deshalb Schulstube.
Unsere Schulstube wird von vier Wänden, der Decke und dem Fußboden begrenzt. Wände, Decke und Fußboden bilden die Grenzen des Schulzimmers.
Die Wände stehen senkrecht, Decke und Fußboden liegen wagerecht. Welche Geräte befinden sich in unserem Schulzimmer? Wozu dienen diese? Wie steht der Ofen?
Wie liegt die Sitzplatte der Bank?
Dieser Stab (Lineal) ist ein Meter lang.
Miß damit die Länge – die Breite der Schulstube!
Miß den Raum für die Tische und Bänke – für den Schrank
– das Katheder – die Gänge!
Wir wollen ein Bild unserer Schulstube an die Wandtafel zeichnen. (Grundriß.) Wir können nicht die wirkliche Länge und Breite aufzeichnen.
Warum nicht?
Von jedem Meter nehmen wir nur einen kleinen Teil – 10 cm.
Wie lang wie breit wird der Raum für das Schulzimmer für Bänke, Schrank, Katheder?
Wir haben von der Schulstube ein verkleinertes Bild erhalten. –
Wir haben sie im verkleinerten – verjüngten Maßstabe gezeichnet.
2. Die Himmelsgegenden
Wir haben den Stand der Sonne zu den verschiedenen Tageszeiten beobachtet. Die Gegend am Himmel, in welcher die Sonne am Morgen aufgeht, heißt Morgen oder Osten.
Die Himmelsgegend, wo die Sonne mittags am höchsten steht, ist Mittag oder Süden.
Die Gegend, wo die Sonne am Abend untergeht, heißt Abend oder Westen. Mittag oder Süden gegenüber (da, wo wir die Sonne niemals stehen sehen), liegt Mitternacht oder Norden.
Diese vier Gegenden am Himmel heißen die vier Himmelsgegenden (Haupthimmelsgegenden).
Bezeichne die Wände unserer Schulstube nach den Haupthimmelsgegenden!
So befindet sich zwischen Norden und Osten – Nordosten (NO.), zwischen Süden und Osten – Südosten (SO.), zwischen Süden und Westen – Südwesten (SW.), zwischen Norden und Westen – Nordwesten (NW.).
Zeige nach NO., nach SW. u. s. w.

Eine solche Zeichnung heißt Windrose. (Warum?) Zeichne eine Windrose!
Wir nehmen die Wandtafel herab und legen sie wagerecht, so daß ihre obere Kante der Nordseite zugewendet ist. Nun bezeichnen wir die Seiten der Tafel nach den Himmelsgegenden.
Hierauf stellen wir die Wandtafel an der Nordseite des Schulzimmers auf und erkennen:
– Norden liegt an der oberen,
– Süden an der unteren,
– Osten an der rechten und
– Westen an der linken Seite.
3. Das Schulhaus
Unsere Schulstube befindet sich im Schulhause.
Dasselbe hat – Schulzimmer.
Außer diesen Klassenzimmern enthält das Schulhaus noch andere Räume. (Konferenzzimmer, Rektorzimmer, Lehrmittelzimmer Lehrerwohnung.)
Durch die Hausthür gelangen wir in den Hausflur (Korridor).
An diesen grenzen – Klassenzimmer.
Diese Zimmer liegen zur ebenen Erde – im Erdgeschoß (Parterre).
Vom Erdgeschoß führt die Treppe ins – 1. Stockwerk (1. Etage).
Von hier aus steigt man ins – 2. Stockwerk (2. Etage).
Vom letzten Stockwerk aus gelangen wir auf den Boden (Speicher). Über demselben befindet sich das Dach.
Der oberste Teil des selben heißt Dachfirst.
Unter dem Erdgeschoß befindet sich das Kellergeschoß.
In unserem Schulhause unterrichten – Lehrer – Lehrerinnen – Schüler Schülerinnen.
Die Schule wird geleitet vom Rektor (Schulinspektor).
Der Schuldiener (Kastellan) sorgt für Reinigen und Heizen der Schulräume.
4. Der Schulplatz
An der – Seite des Schulhauses liegt der Schulplatz (Schulhof).
Derselbe ist – Meter lang – Meter breit.
Welche Form hat derselbe?
Unser Schulplatz (Schulhof) ist (wie der Fußboden unserer Schulstube) waagerecht und ohne Erhöhung und Vertiefung.
Eine solche Fläche heißt Ebene.
Eine kleine Erhöhung des Bodens nennt man Hügel (z. B. Grabhügel – Schwedenschanze). Eine größere Erhöhung heißt Berg.
Der unterste Teil des Berges wird Fuß genannt; der oberste Teil heißt Gipfel. Zwischen Fuß und Gipfel befindet sich der Abhang. Viele zusammenhängende Hügel bilden einen Höhenzug (z. B. der Fläming – die Dübener Heide). Viele zusammenhängende Berge nennt man ein Gebirge. Der Einschnitt zwischen zwei Bergen heißt Thal.
5. Die Straße
Unser Schulplatz grenzt an die – Straße.
Dieselbe hat zwei Reihen Häuser.
Der Raum zwischen diesen Häuserreihen heißt Straße (Gasse).
In der Mitte der Straße, da, wo die Wagen fahren, ist der Fahrweg. Zu beiden Seiten desselben befinden sich Fußsteige (Bürgersteige, Trottoire) für die Fußgänger.
Die Bürgersteige sind meist mit Steinplatten belegt.
Der Fahrweg ist mit harten Steinen gepflastert.
Die Straßen werden am Abend durch Laternen beleuchtet.
An den Seiten des Fahrweges befinden sich die Rinnsteine (Gossen). Diese leiten das Regenwasser fort. (Wohin?)
Viele bei einander stehende Häuser bilden einen Wohnort.
Die großen Wohnorte heißen Städte, die kleinen Dörfer.
Unser Wohnort (Heimatort, Geburtsort) ist eine Stadt (ein Dorf). Derselbe heißt – – –
Der Wohnort: Die Stadt Wittenberg