I. Einleitung
Die Kreisstadt Wittenberg (Rgbz. Merseburg) liegt in der Mitte des gleichnamigen Kreises, der ein unregelmäßiges Viereck bildet, das im Norden vom hohen Fläming und im Süden von der Dübener Heide begrenzt wird.
Im Süden der Stadt fließt die Elbe, während der nördliche Teil ihrer Feldmark an die Ausläufer des Flämings heranreicht.
Wittenberg ist Station der Eisenbahnlinien:
– Berlin-Halle-Eisenach,
– Berlin-Bitterfeld-Leipzig,
– Kohlfurt-Wittenberg-Dessau-Magdeburg,
– Wittenberg-Eilenburg-Torgau.
– (Eine neue Linie Wittenberg-Belzig ist im Bau begriffen.)
Schulen:
– Melanchthongymnasium,
– Gehobene städtische Mädchenschule (wird zur zehnklassigen höheren Töchterschule ausgebaut),
– Knaben-Mittelschule,
– Bürgerschulen,
– gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule,
– Königliches Predigerseminar, verbunden mit Übungsschule (Lutherschule),
– Im Lutherhaus reichhaltige und wertvolle Sammlung von Reformationserinnerungen.
– Volksbibliothek.
Schöne Anlagen – im Innern der Stadt auf dem ehemaligen Festungsgelände
– Schrebergärten
– Wasserwerk;
– Gasanstalt,
– Elektrizitätswerk. (Kanalisation ist im Bau.)
– Städtisches Krankenhaus;
– Paul-Gerhardt-Stift, verbunden,
– mit Diakonissenheim Katharinenstift;
– Wilhelm-Augusta-Hospital;
– Herberge zur Heimat
– Amtsgericht;
– Garnison des Infanterie-Regiments Nr. 20 und der Reitenden Abteilung des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 74.
Denkmäler:
– Luther- und Melanchthondenkmal auf dem Marktplatze;
Kaiser-Friedrich-Denkmal vor der Schloßkirche;
Bugenhagendenkmal vor der Stadtkirche;
Kriegerdenkmal in den Anlagen;
Gedenkstein für die in China und Südwestafrika Gefallenen in den Anlagen am Lutherhaus.
Einwohnerzahl:
– am 1. 12. 1880: 13448;
– am 1. 12. 1905: 20242;
– am 1. 12. 1910: 22411.
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