Vorrede

Endlich erscheint die längst versprochene Geschichte der Stadt Wittenberg, deren Herausgabe bisher durch zufällige Umstände sich verzögerte.
Wenn es dem Verfasser nicht gelungen sein sollte, seiner Aufgabe in dem Maße zu genü­gen, als er sich ursprünglich vorgesetzt hatte, so lag dies nicht sowohl an dem Mangel aller inneren Mittel, sondern der nöthigen äußeren Mittel.
Doch ist sich derselbe der Red­lichkeit seiner Absicht bewusst und hofft den Leser nicht ganz unbefriedigt zu lassen.
Was der Verfasser nun hier als ein Spätopfer auf Clio’s Altar niederlegt, ist zum Theil aus dem Wittenberger Raths-Archive befindlichen Urkunden und Aktenstücken, zum Theil aus umfassenden Quellenschriften, namentlich aus Beckmann´s Anhältischer Chronik, Kreisig’s diplomatischer Nachlese zur Geschichte von Ober-Sachsen, Grohmann’s Annalen der Wittenberger Universität, Charitius handschriftlicher Chronik Wittenbergs, u. a. geschöpft.
Wem es um die lebhafte Veranschaulichung der Kunst-Denkmäler Wittenbergs zu thun ist, den verweist der Verfasser auf das prachtvolle Werk von Schadow „Wittenbergs Denkmäler der Baukunst, Bildnerei und Malerei, Wittenberg 1822,“ da, um den Preis dieser Schrift nicht übermäßig zu erhöhen, der Wunsch, sie mit lithographischen Abbildungen auszustatten, unterdrückt werden musste.
Die übrigen benutzten Schriften sollen im Laufe der Erzählung gehörigen Orts namhaft ge­macht werden.
Allen denen, welche sein bescheidenes Unternehmen durch ihre Subscription so bereitwillig unterstützten, sagt der Verfasser den herzlichsten Dank.

Wittenberg, den 1. März 1845.

A. M. Meyner

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