Wie Trawitz Voater e Schtoobsauger koofte

De Welt is heitzetake wurklich sehre weit furtgeschritten.
Wenn unse Jroßväter un Urjroßväter heite außen Jrawe uffschtünn’n, die wurden de Welt nich weder derkennen.
Un wennse nu vollgens sähen täten, wie die Woagen ohne Fähre dorch de Schtroaßen sausen un darbei mehr Dreck un Schtoob machen wie zehn Fähre zesammen, un wennse sähen wurden, wie de Menschen om’n in de Luft rumfliegen, un wie mer sojar met son Radjo aus de Luft heeren kann, wasse in Leipzig, Barlin, Wien, Paris un London for Musike machen un wasse da singen un preddigen, da würrense das nich for meeglich haln un for Schpuk und Zauwerei ansähn.
Un was heite alles met de Maschine jemacht ward, das jeht uff keene Kuhhaut niche.
Ich jlowe, mer brengets no dahen, daß mer iwerhaupt met de Hände nischt mehr zu machen braucht un for alles eene Maschine hat.
De Lehrersch werns da jut han; die brauchen sich in die Schule ’s Maul nich mehr fusslig zereden, die brauchen bloß uffs Katheder uffen Knopp ze dricken, un’s Lesen, Schreim, Rechen, de Jeojrafie un Jeschichte, alles ward de Kinner noh de neiste Arweetsschulmode met de Maschine injetrichtert.
E Schtock for de Faulen un Unjezochenen jiwets da natierlich nich mehr, den darf jo der Lehrer schon jetzt nich mehr nehmen, sunsten warde jlei anjezeicht, ’s ward heitzetake alles met Liewe un Jiete derzochen.
Was daderbei freilich männichsmah rauskimmet, is eene annerte Sache.
Ich will aber weiter nischt dadrewer sahn, sunsten heeßts įlei, mer wiere ahltmodisch un rickschtändig.
De Maschinen sin awwer jut, un wenn de Bauern heite keene Maschinen hätten, naher kenntense įlei frieh inpacken met ehre Wurtschaft, denn Knechte und Mähde sin kaum no ze krein.
Wenn de Kinner uffs Dorf kaum aus de Schule sin, da loofense įlei in de Fawerik oder in de Schtadt.
Un da schreimse in de Zeitungen immer vun Arweetslosigkeet.
Jo, worum jehn denn de Arweetslosen nich uffs Dorf?, da jiwets Arweet jenunk.
Awwer freilich, da muß mer arweeten, un e Achtschtunn’tak jiwets da nich.
Awwer oo ins Haus da sin de Maschinen sehre jut.
Wenn sunsten de Weiwessen Sunnoawends reene machten, da mußte der Mann ’n Teppich auskloppen, dassen de Arme weh taten un der Schtoob ’n Nachbarn darbei ins Fenster flok, un da jabs gewehnlich e Klamauk.
Das is alles nich mehr neetig, weil mer alleweile ’n Schtoobsauger hot, met den mer de Teppiche, de Jardinen, Betten, Decken, de Schtowwen, kortsch, alles reene macht, ohne daß mer sich daderbei anzuschtrengen braucht.
’s is wurklich eene scheene Sache met son Schtoobsauger.
Das meente oo Trawitz Mutter.
Se hotte son Ding bein Koofmann Risch in Wittenbarch jesähn un quälte nu ehren Mann, e solle se oo sone Reenemachemaschine koofen.
Der wolle awwer ierscht nischt darvun wissen, denn e woar nich for son neimodsches Zeik.
Wie nu awwer de Frau Kantern vun ehren Mann zun Jeburtstak e Schtoobsauger krichte un se sich met das Ding sehre dicke toat, da bremmeltese Trawitz Voatern fast jeden Tak de Ohren vull, bis e endlich sahde:
„Na denn meinswegen; was der Kanter kann, das kann ich oo.
Awwer ich muß son Ding ierscht emah sähn, abs oo nich Schwindel is.“

Se schrebb nu jlei eene Koarte an Koofmann Risch, e mechte doch emah den Schtoobsaugermann zuse schicken.
Den zweeten Tak druff koame oo schon met sein Kasten an.
Se soaßen jerade beis Vesper, un e mußte sich met ran setzen.
Mer mußtesen loasen, e hotte e juten Appetit un haute tichtig in die Butter un in de Wurscht in.
Wie e nu endlich satt woar, da machte sein Kasten uff und langte den janzen Kram raus:
zeierscht de Berschten, naher e lanken silwernen Schlauch, der sich wie sone Schlange bok, un denn e dickes rundes Dink metne lanke Schnur, das bahle aussahk wie eene kortsche Kanone.
Alle schtunn’n um rum un kukten verwunnert zu:
Voater un Mutter Trawitz, Fritze, Arnst un Martha, was ehre Kinner woarn, un Emma, de Hausmahd.
„Nanu,“ sahde Voater Trawitz, alse das dicke Dink sahk, „das sieht jo bahle aus wie unse Fleescher seine Wurschtmaschine“.
„Dadrin ist der Motor und der Staubbeutel,“
antwurrte der Schtoobsaugermann.
E zok ’n Beitel raus und drehten um.
„Sie sehen, er ist vollständig leer, damit Sie nicht denken, es wäre schon Staub drin.“
E schteckte nu alles zesammen un sahde:
„So, nu kanns losgehn. Wollen wir hier mit der Stube anfangen?“
„Ach nee,“
meente Trawitz Mutter, „mer wollen doch liewer de jute Schtowwe uffsaugen.“
Se machte de Tiehre uff.
Arnst wollte de Maschine ufsen Arm nehmen, awwer der Schtoobsaugermann sahde:
„Laß nur, das fährt von selbst mit: dazu ist ja der Schlitten da.“
Arnst un Fritze kukten sich varwundert an, un Arnst puffte Marthan in de Seite un sahde leise zuse:
„Du, das is Schwindel, ich sehe doch joar keen Schletten niche.“
Der Schtoobsaugermann hottes jeheert un sahde:
„Die beiden Stahlschienen da nennt man den Schlitten.“
„Is denn der Schtoobsauger vun unse Kantern oo so enner?“

frahte Trawitz Mutter.
„Ich glaube nicht,“ woar de Antwurrt.
„Unser Staubsauger ist etwas ganz Neues und das Praktischste, was es gibt. Ihre Frau Kantor hat gewiß ein älteres System, was nicht so bequem und praktisch ist. Wissen Sie vielleicht wie es heißt?“
„Nee, das weeß ich nich. Ich wees bloß, dasse sich sehre Dicke darmet tut un das Dink sehre lobt.“
„Se hotten mich jo jezeiget,“
mengete sich Martha in.
„Ich jlowe, se sahde derzu „Misserabeles“.
„Ach so, es ist gewiß Mirabilis,“
sahde der Schtoobsaugermann un jriente.
„Na, das System ist überholt und ist längst nicht so jut und praktisch wie unser Staubsauger hier. Sie werden es gleich sehen.“
E zoken Schtoobsauger in de jute Schtowwe, drehte eene Barne aus de Lampe un machte de lanke Schnur dadran fest.
Nu drickte uffen Knopp an Apparat, un de Maschine funk an ze rattern.
Jerscht fuhre uffen Teppich länk hen, naher kams Plischsofa dran un naher de Polsterschtiehle.
Trawitz Mutter mußte ’n Schlauch oo in de Hand nehmen un prowieren.
Jerscht bewertese jo e bischen darbei, awwer naher wurrese dreister.
Se machtes zwoarschtens no recht ungeschickt, daß der Motor leer loff, was mer ans Rattern markte, awwer der Schtoobsaugermann meente, se würre das schon bahle besser lernen, weil doch Iwung den Meester machen täte.
Martha un Fritze un Arnst prowiertens oo, un die kunntens schon besser, weil se nich son Bammel hatten wie ehre Mutter.
Bloß Trawitz Voater wollte das Dink nich anfassen, e schiddelte bloß immer metten Koppe.
Wie nu oo de Jardinen abgesaugt woarn, da hult der Schtoobsaugermann de Maschine an.
E zoken Beitel raus un schiddelten uff ’ne Zeitung aus, ’s woar e janzer Hoofen Schtoob, der da raus kam.
„Was,“ roff Trawith Mutter,
„sone Menge Schtoab sall in unse Mewel un Jardinen jewäsen sin!
Das is doch joarnich meeglich, mer han doch alle Sunnoawende jrindlich reene jemacht.“
„Un mer hat doch oo joar keen Schtoob jesähn,“
meente Martha.
Der Schtoobsaugermann jriente wedder un sahde:
„Da sehen Sie, daß man mit allem Klopfen und Bürsten den Staub nie gründlich heraus bekommt.
Und was Sie herausklopfen oder bürsten, das fliegt dann eben wo anders wieder hin.“
„Was soll denn son Dink kosten?“
frahte Voater Trawitz. ,
„180 Mark“, woar de Antwurrt.
„Was, 180 Mark! So ville krein mer jo nich emah forn fettes Dreizentnerschwein.“
„Ja, mein lieber Herr Trabitz, Sie dürfen auch nicht vergessen, daß unser Staubsauger etwas ganz Vorzügliches ist. Er ist aus bestem Material gearbeitet und mit einem extra starken Motor ausgestattet.“
„Der Kantern ehrer is awwer billiger,“
meente Trawitz Mutter.
„Gewiß, Mirabilis ist etwas billiger, er kostet 120 Mark, aber dafür ist unser Apparat auch umso besser, haltbarer und praktischer.
Sie brauchen ihn auch nicht wie den Mirabilis von Ort zu Ort zu schleppen, sondern können ihn auf dem Schlitten bequem überall hin ziehen. Und die 180 Mark brauchen Sie ja nicht auf einmal zu bezahlen, sondern können Sie in monatlichen Raten von 30 Mark abtragen. In einens halben Jahre ist dann der Apparat bezahlt.
Sie sparen durch ihn eine Arbeitskraft und viel Zeit.
Sie werden sehen, er macht sich bald bezahlt.
Sonst würden auch nicht so viele unsern Staubsauger kaufen.
Da, sehen Sie.“
E zok e Buk aus de Rockficke un blättertes uff.
„Da sehen Sie, wie viel Herrschaften unsern Staubsauger gekauft haben, fast alle auf Ratenzahlungen.
Eigentlich dürfte ich Ihnen ja die Namen nicht wissen lassen, aber Sie werden es ja nicht weiter erzählen.““
„I, wo wern mer denn,“
sahde Trawitz Mutter.
„Ich hätte awwer nich jedacht, daß so ville reiche Leite uff Abzahlung koofen.
Voater, was meenste denn, 30 Mark ’s Monat, das han mer doch iwrig.“
“  ’s is ville Jeld,“
sahde der. „Do missense no was ablosen.“
„Nein, mein lieber Herr Trabitz, das kann ich beim besten Willen nicht. Ich habe Ihnen den Preis schon aufs Niedrigste gestellt. Eigentlich müßte der Apparat bei Ratenzahlung 195 Mark kosten, aber weil ich hoffe, daß Sie ihn weiter empfehlen werden, habe ich mit Ihnen eine Ausnahme gemacht. Sie dürfen aber niemand sagen, daß Sie ihn so billig bekommen haben.“
„Na Voater, wie isses? Wolln mern nähmen?“ frahte Trawitz Mutter un sahk ehern Mann so recht freindlich an.
„Ach jo, koofen nur,“ sahde Martha.
„Siehste, da brauchen mer Emman nich mehr beis Reenemachen un de kannstse met uffs Feld schicken.“
O Arnst un Fritze bettelten an Voater rum, dasse ’n Schtoobsauger koofen mechte, weiln das Dink Schpoaß machte.
Da ward zuletzt e mied un schwach un jab den Unjeschtiemen nach, wies ins Jedicht heeßt.
„Na denn meinswejen,“ sahde, „ehrter laßter mich doch keene Ruhe nich. Awwer ’s is ville Jeld, da missen mer äm an was annerten schpoarn.“

Der Schtoobsaugermann langete nu e Zettel raus, den Trawitz Voater ungerschreim solle.
Der lasen sich ierscht lanksam und deitlich durch un denn schrebbe sein Namen drunger.
Der Schtoobsaugermann derklärte noch emah alles deitlich un packte nu sein Kram wedder in.
Trawitz Voater frahten janz varwunnert, abbe denn das Dink nich jlei dalassen wolle.
„Ach nein,“ sahde der, „das ist ja mein Vorführungsapparat.
Sie bekommen von meiner Firma aus Hamburg einen funkelnagelneuen Staubsauger zugeschickt. Ich werde die Bestellung noch heute fortschicken, und in etwa 8 Tagen werden Sie den Staubsauger haben.“
„Awwer isse denn oo so wie der da?“
meente Trawitz Voater mißtrauisch.
„Selbstverständlich. Sonst brauchen Sie ihn nicht zu nehmen.
Sollten Sie damit noch nicht zurecht kommen, dann schreiben Sie mir eine Postkarte.
Ich komme dann und führe Ihnen den Apparat noch einmal vor.“
„Ach nee,“ sahde Arnst un tat sehre wichtig,
„das is joar nich neetig, ich hawe janz jenau uffjepaßt un weeß Bescheed.“
Der Schtoobsaugermann jabse alle de Hand un junk furt.
Un ’s woarn no nich janz acht Take varjangen, da kam oo richtig de Kiste metten neien Schtoobsauger an.
Un weil jeroade Reenemachetak woar, do solle jlei prowiert wern.
Se schtun’n wedder alle drum rum, wie e ausjepackt wurre:
Voater un Mutter Trawitzen, Arnst, Fritze, Martha, un Emma de Hausmahd, un oo de Jroßemahd kam außen Kuhschtalle,rin.
Arnst setzten Apparat in de jute Schtowwe zesammen, un Fritze holfen darbei.
„So,“ sahde, „nu were ich’n an de Lampe ahnschließen.“
„Nee, das mache ich,“ meente Frize.
„Quatsch, das varstehste nich.“
„Besser wie du. Du denkst bloß, du kannst’s alleene. Du bist…“
„Halts Maul!“
fuhr der Voater darzwischen.
„Arnst macht das Ding ahn.“
Arnst schrauwete nu de Barne loß.
Wie e se awer jeroade rausgeschrauwet hotte, da drickte Fritze uffen Knopp an Schtoobsauger, dasses laut knipste.
Arnst kukte sich arjerlich um, un daderbei fuln de Barne aus de Finger, un wie e se rasch uffangen wulle, da schtieße ahn de Kristallschale, die uffen Tische schtund, dasse metsamst de Barne runger ful un uffen Bodden in lauter Schticke zerschprank.
„Meine scheene Kristallschale!“ schreek Trawitz Mutter.
„Se hot zehn Mark bei Lantschen jekost,“ meente Martha betriewet. „Der dumme Junge.“
Voater Trawitz awwer sahde joar nischt; e nahm Arnsten har, un haste nich jesähn hauten eene rechts un links uff de Backen, dasses bloß so klatschte.
Arnst brillte wie an Schpieße un loff mets rote Jesichte zer Schtomstiehre naus.

“  ’s issen schon recht, worum wille allens besser wissen,“
meente Frize schadenfroh.
Klatsch, da hotte o eene wegg.
„Ich bin doch nich schuld, ich hawwe doch nischt je macht!“ heilte.
„Halts Maul! Du bist o met schuld,“ sahde der Voater.
„Hättste nich an den dämlichen Schtoobsauger rumjemacht, da woarsch nich. De Barne kaput, un de teire Jlasschale kaput, na die Jeschichte fänget jo jut an.“
„Ach, Voater, rege dich doch wegen sone Kleenigkeeten nich so uff,“
beruhigten Mutter Trawitzen.
„Ab die ahle Jlasschale daschtieht oder nich. Komm, Martha, mer wulln uns de Freide an Schtoobsauger dadervun nich vardarwen lassen; mer machen alle beede alleene darmet de Schtowwe reene.“
Se drehten de Schtrippe in de Lampe, un Fritze, der seine Maulschellen schon varschmarzt hotte, holfse darbei.

Bloß Arnst woar tickisch un luß sich nich sähn, wenn o Martha roff:
„Kumm, Arnst,  `s jieht luß!“
Se fungen nu an, metten Schtoobsauger ze arweeten.
Zeierscht haberts jo no e wennig, awwer se larntens immer besser, un `s dauerte joar nich lange, da woarnse met de beede Schtowwen
„Siehste Voater“, sagte Martha,
„son Schtoobsauger is doch was Scheenes“
„Na ja, e kost oo scheenes  Jeld“,
brummte der.
`s woarn all wedder acht Take varjangen.
Trawitzens Voater un Mutter woaren nah Wittenbarch gefahren.
E hotte uffs Finanzamt ze tun, un de Mutter wolle inkoofen; denn  Fritzen im Palmsunntak varkomfermiert wern.
„Wenns Finanzamt uns no was iwrig läßt“, hotte der Voater gesaht,
“ e woar uffs Finanzamt sehre schlecht ze schprechen.“

Arnst woar draußen uffs Feld, un Fritze saß in de Schule un arjerte `n Harrn Kanter, denn er hotte keene Lustzus Larnen un zählte de Take bis zun Palmsunntak.

Wie nu alle zus Haus naus woarn, sahde Martha zu de Hausmahd: „Kumm, Emma, ​​mer machen de Schtom’n reene.
Ehrter unse Mutter heeme kimmet, sin mer fartig, denn metten Schtoobbsauger jeht das sehre fix.
Ich wern zusammensetzen, du kannst derweile schon de Barne aus de Lampe schraum.“
„Nee ich varjreife mich nich dadran“
. wehrte die ab.
„Ich hawe ierscht vor e paar Taken ins Takeblatt jeläsen, daß eener e Schlak jekriegt hot, dassen han missen ins Krankenhaus schaffen.“
„Do bist jo dumm“,
antwortete Martha, “ `s is doch nich ingeschaltet, da kanns doch oo keen Schlak nich jän.“
„Awwer `s kinne doch noch was in de Leitung sin!“
„Mach doch keen Quatsch nich, un mache, was ich dich sae.“
Emma brummte no was, awwer se schrauwete doch de Barne ab, un Martha machte ’n Schtoobsauger fartig.
Uff emah fuhlse der Schlauch aus de Hand un knallte uffen Bodden.
De Mahd schreek uff un luß var Schreck de Barne runger follen.
„Du Schaf, was haste denn nu wedder jemacht! Nu is de Barne kaput.“
„Ach nee, se is jo no janz,“ meente Emma.
Martha hultse gegens Fenster.
„Natierlich is der Fadden entzwee.“
„Das schadd doch nischt; das sieht keener nich.

Mer schraumse äm wedder nin, da markts der Harre nich.“
„Awwer se brennt doch nich mehr.

Weeßte, Emma. de bist oo wurklich zu dumm.
Met dich is nischt ahnzefangen.
Mach dich nur in de Kiche un wasche ab, ich were schon alleene metten Schtoobsauger fartig wern.“
Emma brummte un junk naus, un Martha machte sich alleene ans Reenemachen.
’s junk oo janz scheene.
Metten Teppich, metten Sofa un met de Polsterschtiehle woarsche all fartig, un nu machtese sich an de Jardinen.
Weilse awwer nich recht hok langen kunnte, schtekse uffen Schtuhl. Se mußte awwer daderbei ze weit nah vurn jetreten sin, denn uff emah kippte der Schtul.
Se lußen Schlauch fallen un hult sich an de Jardine fest.
Ritsch, ratsch junks, un de scheene Mulljardine riß mitten dorch, un Martha porzelte runger in de Schtowwe un năm Schtoobsauger hen. ’s hotteses awwer zun Jlick weiter nischt jeschadt.
Awwer met de Jardine hottese oo de Jardinenschtange runger jerissen, un die fuhl jegens Fenster, un klirr! schlukse eene jroße Scheiwe entzwee.
In den Oogenblicke kam Fritze aus de Schule.
Wie der nu de Bescherunk un Marthas varweentes Jesichte sahk, da lachte hellewegg un meente:
„’s is dich schon recht, worum biste so unjeschickt.
Vorrichten Sunnaowend hawe ich vun Voater meine Dresche jekriegt, un heite kannst du welche krein.“
„Du dämlicher Lausejunge du!“
roff Martha wietend un schtarzte uffen zu un wollen eene kleistern.
Fritze awwer warfse sein Schulranzen vor de Beene, dasse drewer schtolperte un loff rasch zer Tiehre naus.
Wie nu Trawitzens Voater und Mutter aus de Schtadt kamen, da zeijetese įlei de zarrissene Mulljardine un de zarbrochene Fensterscheiwe.
Harrejeh, das jab e scheenes Dunnerwetter!
„Jerscht muß mer sich uffs Finanzamt rumarjern, un wemmer heeme kimmet, muß mer sich iwer de eegenen Kinner arjern!“ roff Trawiz Voater.
„Un das allens wejen den varfluchten Schtoobsauger.
Hätte ich doch das dämliche Ding nich jekooft.
Awwer nu hawe ichs satt.
Bei de ierschte beste Jelejenheet ward das Ding wedder varkooft, sunsten machter mich dadermet no de janze Wurtschaft kaput.“

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