Dobiener Zeitungsschnipsel

Dobien – Zeitungsberichte

Zeitungen berichten wichtig und manchmal empört von den Vorfällen und Geschichten Dobien’s. 
Manches mutet aus heutiger Sicht etwas sonderbar an!
Die Artikel entstammen aus den Zeitungen des „Wittenberger Tageblatt“, „Wittenberger Allgemeine“
,“Wittenberger Rundblick„, „Freiheit“, „Mitteldeutsche Zeitung“, „Wochenspiegel“, „Elbe Kurier“ , „INGO“ , „Die neue Brücke“, “ Wittenberger Sonntag“, „Super Sonntag“, „Tribüne“, „Freizeit Magazin“ , Elbe-Elster-Rundschau, sowie dem „MDR Sachsen/Anhalt“ aus den Jahren 1873 – 2022

2022.08.06. Super Sonntag

Ein sicherer Radweg?
L124 Wittenberg-Dobien-Nudersdorf-Straach

richtig ist: …Belziger Straße in Dobien befindet sich…

2022.03.22. Mitteldeutsche Zeitung

2022.01.22. Super Sonntag

Seit etwa 15 Jahren hält Dieter Bierbaß in Dobien eine kleine Schafherde.

Dobien. Es handelt sich dabei um Kamerun- sowie Coburger Fuchsschafe und deren Mischung. Auf die Frage:
Wie viele Schafe er auf seinem eingezäunten Gelände hat, antwortete er: „Jetzt sind es sechs Schafe weniger“.
Er beginnt zu zählen und sagt: „Genau noch 14 Schafe“.
Als Außenstehender denkt man da sofort an Wölfe, die die Schafe getötet haben. „Nein, das ist nicht so. Es waren vermutlich zwei große Hunde“, meint Bierbaß.
Kurz vor Weihnachten soll es passiert sein. Dieter Bierbaß, der in Dobien wohnt, macht sich abends noch mal auf den Weg zu seinen Schafen. Er wundert sich beim Näherkommen, dass die Gitter im Eingangsbereich verschoben sind.
Der 61-jährige Dobiener ahnt nichts, sieht auch wenig, weil es schon dunkel ist. Auf seinem eingezäunten Gelände stellt er zuerst fest, dass die Herde kleiner geworden ist und die Schafe unruhig sind. Er findet das erste angefressene Schaf tot, daneben auch tot, liegt ihr Kleines, was erst  wenige Tage zuvor zur Welt gekommen war. Ein weiteres Schaf liegt mit gebrochenem Hals in einem kleinen Schuppen, der auf dem Gelände steht.
Der 61-Jährige findet weitere tote Schafe. Seiner Meinung nach soll ein Schaf so in die Enge in einem weiteren Schuppen getrieben worden sein, bis es sich an einer Egge tödlich verletzte.
„Die zwei Hunde müssen die Schafe auf dem Gelände gejagt haben“,
sagt Bierbaß vor wenigen Tagen und zeigt auf einen Schuppen, wo eine Tür aus der Halterung gerissen ist.

Den gesamten Vorfall meldete Dieter Bierbaß am darauffolgenden Tag u.a. der Polizei, dem Landkreis und dem Wolfskompetenzzentrum. Vier tote Tiere wurden „entsorgt“, die Kosten trägt der Dobiener.
Zwei tote Schafe wurden im Nachhinein untersucht.
Hier stellte sich heraus, dass es kein Wolf gewesen sein kann.
Die Bissverletzungen an den Schafen lassen vermuten, dass es sich um Hunde handelte, die für die toten Tiere  verantwortlich sind.
Die Hunde müssen einen etwa 1,80m hohen Zaun überwunden haben. Es sind noch Stellen zu sehen, an denen der Zaun im oberen Bereich runtergedrückt wurde. Angekommen im Innenbereich der Umzäunung begann das „wilde Treiben“. Sechs Schafe fanden den Tod.
„Es ist nicht einfach, Wolfsrisse und Hunderisse zu unterscheiden“,
sagt Tierärztin Juliane Zahradka. Hundebissspuren sind oft an den Läufen der Schafe zu sehen.  Hunde schütteln ihre Beute, das
verursacht stark blutende Verletzungen.
Der Wolf tötet seine Beute durch Bisse in Hals, Kehle oder Nacken.
Da Juliane Zahradka bei der Untersuchung der zwei toten Schafe nicht dabei war, kann sie sich nicht festlegen, ob es Hunde oder Wölfe waren.
  Anders das Wolfskompetenzzentrum (WZI), was in diesem Fall mit involviert war.
„Ein Mitarbeiter war  zur Rissbegutachtung vor Ort.
Dabei wurden an den Tötungsbissen Proben für die DNA-Analyse genommen. Die Analyse ergab, dass es sich beim Verursacher um einen Hund gehandelt hat.
Das deckt sich auch mit der vorgefundenen Situation:
die getöteten Tiere wiesen neben Kehlbissen auch weitere Bissverletzungen an anderen Körperstellen auf, was nicht typisch
für das Vorgehen von Wölfen ist“, so Ines Wahl, Dezernentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt.

Das Wolfskompetenzzentrum stellte dem Schafbesitzer in Dobien nun einen elektrischen Zaun zur Verfügung. Der elektrische Zaun befindet sich im Innenbereich auf seinem eingezäunten Gelände.
„Jeden Abend sperre ich meine Schafe mit etwas Futter hinter den elektrischen Zaun“, sagt Bierbaß. Eine endgültige Lösung ist dies wohl nicht.

Der 61-Jährige will Gespräche mit dem Wittenberger Ordnungsamt führen. „Vielleicht besteht die Möglichkeit um das Gelände, in der sich meine Schafe befinden, einen höheren Zaun zu bauen, eventuell auch mit Stacheldraht im oberen Zaunbereich“, meint Bierbaß. Seiner Kenntnis nach, gab es in Sachsen-Anhalt einen ähnlichen Hundeangriff auf Schafe noch nicht.
„Das kann ich so nicht bestätigen. In den vergangenen  Jahren gab es  ähnliche Fälle. Da sind auch Schafe von Hunden getötet worden“, sagt Tierärztin Juliane Zahradka, die auch Vorstandsvorsitzende des Tierheim Wittenberg e.V. ist.
Dem stimmte auch das WZI zu. Hunde als Verursacher wurden im letzten Monitoringjahr bei ca. 9  Prozent der dem WZI gemeldeten Rissfälle per DNA-Analyse ermittelt (vgl. Monitoringbericht 2020/21). „Ich hoffe, dass sich der Vorfall nicht wiederholt. Sicher bin ich mir da aber nicht“, sagt der 61-jährige Dieter Bierbaß abschließend.

2021.10.26. Mitteldeutsche Zeitung

2021.08.25. Mitteldeutsche Zeitung

Denkmaltag.


Was haben das Gebäude das Gebäude Markt 3 in der Lutherstadt, der Neue Friedhof in der Dresdener Straße, das Hofgestüt Bleesern in Seegrehna und die Dorfkirche im Stadtteil Dobien gemeinsam?
Zum einen sind es Denkmäler, was hinlänglich bekannt sein dürfte.
Zum anderen bilden sie die vier Wittenberger Schaubaustellen am Tag des offenen Denkmals am 12. September.

2021.08.14. Super Sonntag

Nach 15 Jahren geht die Debatte in die nächste Runde

Vogel behindert Straßenbau

Reinsdorfs Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning zeigt auf die Wiese, wo der Neuntöter sich angesiedelt hat.

 Aus ehemals 600.000 Euro im Jahr 2006 sind mittlerweile
2,4 Millionen Euro geworden.

Es ist der vierte Anlauf über eine Wiese in Reinsdorf-Dobien eine  Straße zu bauen.
Der Neuntöter, ein unter Naturschutz stehender Vogel, treibt erneut  die  Kosten in die Höhe.
Ein neues Quartier müsse für die geschützte Art aufgebaut werden.
Der Naturschutz würde  mit 300.000 Euro zu Buche schlagen. 
Doch das sei nicht das einzige Hindernis, erwähnen Uwe Branschke,  Fachbereichsleiter öffentliches Bauen,  und Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) gegenüber der Presse.
Auch wirtschaftliche und verkehrsrechtliche Probleme gebe es.
Aus ehemals 600.000 Euro im Jahr 2006 für das 200 Meter Stück Straße zwischen Strandbadstraße und Belziger Straße  sind mittlerweile 2,4 Millionen geworden.  

Deshalb sehe sich die Stadtverwaltung  veranlasst, nach der Sommerpause den Stadtrat zu bitten, das Vorhaben zurückzunehmen.  Dieser hatte sich im September 2018 – gegen den Willen der Verwaltung  – für den Bau ausgesprochen. Hauptgrund ist  die Schulwegsicherung für die anliegende „Heinrich-Heine“ Schule.  
Der Verkehr an der engen Kreuzung vor dem Hotel „Stadt Brandenburg“ soll entzerrt werden. 
Jedoch hätte  es an  besagter  Kreuzung seit 2010  keinen Unfall mit Fußgängern oder Radfahrern gegeben.
„Es herrscht Sicherheit“, sagt Kirchner.   
Branschke nennt weitere Argumente gegen den Bau.
„Die   neue Straße zieht den  Verkehr ins Wohngebiet  und
steht in   Konkurrenz zur geplanten Nordumfahrung.“  

Dass der Verkehr  durch den Straßenbau stark zunimmt, glaubt  Reinsdorfs Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (SPD) nicht.  
„Wir wollen an der  Schulwegsicherung festhalten. Jedoch könne man 2,4 Millionen Euro für das kurze Stück Straße auch keinem erklären“, so Rauschning.  

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2021.02.05. MDR Sachsen/Anhalt

Dannenberg entschuldigt sich
Dannenberg hat sich für seine vorzeitige Impfung gegen das Corona-Virus entschuldigt. Er sei sich bewusst, dass man das Vertrauen der Bürger in eine Impfgerechtigkeit beschädigt habe, sagte Dannenberg auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT.
Bei einem Testlauf am 26.Dezember seien im Wittenberger Testzentrum geringe Mengen Impfstoff übriggeblieben.
Diese seinen ihm – auf Zuraten des Amtsarztes – verabreicht worden. Im Nachhinein würde er die Impfung gern ungeschehen machen.

Grippe war immer ein Thema…

1973.04.21. Freiheit – Wochenendbeilage blick
alte Probleme von früher…es hat sich wenig geändert , in all den Jahren…aus Freiheit 1973.04.06

2020.11.23. Mitteldeutsche Zeitung

Dobien – Das Kirchspiel Dobien bringt einen besonderen Adventskalender auf den Weg.
Besondere Umstände machen manchmal ganz neue Dinge möglich. So beschlossen Nicole Drobnitzky und Mildred Krosch aus dem Kirchspiel Dobien kurzerhand, einen Adventskalender zu gestalten, um die Christenlehrekinder der Kirchengemeinde auf diese Weise durch den Advent zu begleiten.
Unterstützung holten sie sich von Gerhardt Last, der die Programmierung des Kalenders realisierte, bei Antje Rexin, die mit den Eltern die Materialien zusammentrug, der ordinierten Gemeindepädagogin Judith Kölling, sowie Pfarrer Hans Jakob Schröter.
Los geht es am 27. November…

2020.10.24. Mitteldeutsche Zeitung

2019.Nr.7. Weihnachten Freizeit

2019.07.26. Wittenberger Sonntag

Starkes Gemeinwesen in Reinsdorf

Ein starkes Gemeinwesen, geprägt von einem regen Vereinsleben und großem Zusammenhalt der Bewohner, zeichnet den 1993 eingemeindeten Ortsteil Reinsdorf mit den Ortschaften Reinsdorf, Dobien und Braunsdorf aus. „Wir sind ein bevorzugtes Wohngebiet, Häuser, die frei werden, sind schnell verkauft“, berichtete Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (SPD) beim Vorort-Termin mit Oberbürgermeister Torsten Zugehör. 
Laut Integriertem Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kann die Ortschaft im Sinne ihrer Weiterentwicklung als Wohn- und Gewerbestandort sowohl auf eine Nahverdichtung als auch eine begrenzte Bauflächenerweiterung setzen. So sind für Reinsdorf und Braunsdorf je 19 Parzellen, für Dobien 22 vorgesehen. „Wir wollen damit die Ortschaften stärken“, betonte Kerstin Venediger vom Fachbereich Stadtentwicklung, „es geht um die Verdichtung vorhandener Räume und nicht um Zersiedelung.“ 
Zu den Stärken des Ortsteils gehören die lokalen Arbeitslätze, die Feldbinder Spezialfahrzeugbau GmbH und die Reinsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH als auch gesamtstädtisch bedeutende Arbeitgeber vorhalten und der Bildungs-Campus mit Sekundarschule, Grundschule und Kindergarten, in dessen Sanierung bzw. Neubau insgesamt 5,7 Millionen Euro investiert wurden. „Dass wir Schulen und Kindergarten vorhalten können, macht uns für Familien attraktiv, ebenso die Nähe zur Kernstadt“, erklärte Rauschning. 
Dass der Neubau der Turnhalle auf dem Bildungs-Campus bei der Antragstellung auf Fördermittel durchgefallen ist, wird nach Aussage Rauschnings nicht das letzte Wort sein, man werde sich weiter bemühen. Weitere Vorhaben, die künftig realisiert werden sollen, sind die Sanierung des Gesundbrunnens als „Haus der Vereine“, der Aus- und Neubau der Strandbadstraße, die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Strandbades (Badeaufsicht) und die Verlängerung des Rad- und Gehweges entlang der Belziger Straße bis zum Supermarkt. 
Nachwuchssorgen der Vereine, schlechte ÖPNV-Anbindung und die Gefahr, dass die medizinische Versorgung völlig wegbricht, sind die Sorgen, die die Reinsdorfer umtreibt. „Das sind die klassischen Probleme ländlicher Räume“, betonte OB Zugehör. Die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ in Berlin müsse sich für eine stärkere Förderung des ÖPNV und des Schienenverkehrs einsetzen. 
Als Antwort auf die demographische Entwicklung müssten Chancen gleichmäßig verteilt werden: „Dass derzeit Leipzig fast alle Zuschläge des Bundes erhält, ist nicht einmal für die Leipziger selbst nur erfreulich. Die stetig steigenden Mieten gefährden inzwischen den Universitätsstandort.“

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2019.06.28. Wittenberger Sonntag

Bessere Sicherung der Tore und Zäune soll Tiere fernhalten

Wildschweine „besuchen“ gerne den Dobiener Friedhof
Ungebetene „Gäste“ sorgen auf dem Friedhof in Dobien für mächtigen Ärger: Wildschweine. Die Übeltäter kommen, um ihren Hunger wühlend zu stillen. Obwohl das Gelände eingezäunt ist, scheint der Friedhof einen besonderen Reiz auf Schwarzkittel auszuüben. 
Wurden im Frühjahr 2018 nach Auskunft der Stadtverwaltung nur Schäden an Zäunen registriert, weil die Wildschweine versucht hatten, sich durchzuwühlen, kam es im Zeitraum vom 28. August 2018 bis zum 18. Juni 2019 zu neun „Einbrüchen“ mit erheblichen Schäden auch an den Gräbern. Jedes Mal hinterließen die Tiere ein Bild der Verwüstung – für die Angehörigen von Verstorbenen ein Schock.
„Den Schweinen gelingt es sogar, verschlossene Türen aufzudrücken oder diese zu unterwühlen“, erklärt OB Torsten Zugehör, in anderen Fällen sei es ihnen auch gelungen, Zäune zu durchbrechen. Leider gebe es nachlässige Friedhofsbesucher, die Türen offen ließen, nur deshalb könnten die Schweine solche „Tage der offenen Tür“ als Einladung verstehen.
Inzwischen wurde eines von drei Toren am Dobiener Friedhof mit Schloss ständig verriegelt, die beiden anderen erhielten in der vergangenen Woche hydraulische Schließzylinder, die dafür sorgen, dass die Tür automatisch ins Schloss gedrückt wird. 
Bei einem Vor-Ort-Termin am 26. Juni mit der unteren Jagdbehörde, Jägern, Friedhofsverwaltung, dem Kirchspiel Dobien und Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning wurde noch einmal deutlich, dass eine Bejagung der Schwarzkittel an Ort und Stelle unmöglich sei.
Da der Friedhof nun besser gesichert ist, hoffen die Verantwortlichen, dass sich die Wildschweine verziehen und andere Stellen aufsuchen. Dort könnten die Tiere gezielt bejagt werden. 
„Das Thema werden wir beim nächsten runden Tisch der Bürgermeister bei Landrat Jürgen Dannenberg aufgreifen und vorschlagen, dass Jäger, die Wildschweine schießen, von den Gebühren für die Trichinenschau entlastet werden“, kündigt Zugehör an, „denn wer uns hilft, darf nicht auch noch zur Kasse gebeten werden.“

2018.12.13 Mitteldeutsche Zeitung / Elbekurier

Diebe auf der Koppel  
Montag oder Dienstag haben Unbekannte in Dobien, Am Wasserwerk, von einer Koppel zwei Autobatterien sowie ein Weidezaun entwendet. Der Schaden soll sich auf mehrere hundert Euro belaufen.

2018.03.07. Mitteldeutsche Zeitung

Mit dem Schrecken davon gekommen sind rund 15 Schulkinder, als ihr Schulbus am Dienstagmorgen den linken Außenspiegel eines parkenden Autos streifte. nach eigenen Angaben war der 59-jährige Busfahrer gegen 7.15 Uhr auf dem Heinrich-Heine-Weg in Richtung Grund- und Sekundärschule unterwegs, als er beim Vorbeifahren dem am Straßenrand parkenden Renault zu nahe kam und dessen Spiegel beschädigte. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

2016.03.28. Mitteldeutsche Zeitung

Der Streit um einen neuen Regenwasserkanal für den Mochauer Weg in Dobien geht in die nächste Runde.:
Der Bauausschuss sah sich auf seiner Fortsetzungssitzung am Mittwoch erneut nicht in der Lage, über die Angelegenheit zu entscheiden.
Man vertagte sich – mit knapper Mehrheit – auf den 04. April.
Damit flog der Kanalbau auch von der Tagesordnung des unmittelbar im Anschluss tagenden Stadtrats, der das letzte Wort haben …

2015.04.03. Wittenberger Sonntag
(aus Archiv des Pflug e.V.)

Osterwasser von der Quelle
Ein anderer weit verbreiteter Brauch war das Osterwasser,
das am Ostermorgen mit seinen segenbringenden Fähigkeiten
in Erscheinung trat.
„Noch in den 60er Jahren war es bei uns in Dobien üblich, dass wir jungen Mädchen Sonnabend vor Ostern um Mitternacht zur Quelle
vom Tonteich gingen, um Osterwasser zu holen“, berichtet Elke S., Jahrgang 1949.
Auf dem Hin- und Rückweg durfte kein Wort gesprochen oder
gelacht werden, Anlass genug für die männliche Dorfjugend,
störend einzugreifen:
„Die Jungs lauerten nur darauf, uns in Schrecken zu versetzen,
damit wir unser Schweigevorhaben brachen, meist standen sie unerwartet hinter irgendwelchen Büschen und gaben schreckliche
Laute von sich.
Aber in Wirklichkeit ging es ja wohl mehr um den Spaß als um
das Schönheitswasser.“

2014.09.26. Mitteldeutsche Zeitung

Freuen kann sich Reinsdorfs Ortsbürgermeister Reinhard Rauschning (SPD). Mit einer knappen Mehrheit ist der Stadtrat dem Wunsch des Ortschaftsrates gefolgt, die Freifläche zwischen „Sonnenhang“ und Dobiener Bachstraße bleibt im Plan. Rauschning hat argumentiert, dass es sich ja nicht um eine Erweiterung der Ortslage handle, sondern um eine „Abrundung“.

2014.07.09 Wochenspiegel

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2013.02.05. Mitteldeutsche Zeitung

Radweg von Straach nach Wittenberg
Radfahrer haben es schwer auf der Straße von Straach über Nudersdorf in Richtung Reinsdorf und Wittenberg.
Einen Radweg gibt bisher von Wittenberg aus nur bis Dobien zur Kreuzung Strandbadstraße.
Die Fahrt auf der Fahrbahn der Belziger Straße ist auf der übrigen Strecke für Radler nicht ungefährlich.
Ideen gibt es, den ungenutzten Bahndamm der früheren Bahnstrecke zwischen Straach und Nudersdorf als Radweg auszubauen, und ab Nudersdorf Seitenwege bis zur Schmilkendorfer Kreuzung zu nutzen. Von dort aus wäre dann Platz für einen Radweg neben der Straße bis zum Ortseingang Dobien.
Eine Alternative wäre auch ein Radweg im Rischebachtal, da alle Ortsteile an dem Gewässer liegen. Weil derzeit der Flächennutzungsplan der Stadt Wittenberg in Überarbeitung ist, kam der Ratschlag, diese Überlegungen dort einzubringen.

2012.09. Super Sonntag

…ein Dobiener gibt auf…

2011.04. INGO

…das waren noch Preise😊

2011.03.18. Mitteldeutsche Zeitung

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2011.01.28. Mitteldeutsche Zeitung

https://dobiener.de/wp-content/uploads/2021/12/Fische-im-Kreis-Wittenberg-703×1024.jpg
https://dobiener.de/wp-content/uploads/2021/12/Fische-im-Kreis-Wittenberg-703×1024.jpg
https://dobiener.de/wp-content/uploads/2021/12/Fische-im-Kreis-Wittenberg-703×1024.jpg

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2010.10.23. Das Amtsblatt

2010.09.22. Mitteldeutsche Zeitung

…Glückwunsch…

2010.01.29. Werbefleyer ( Nepp – Bauernfängerei )

…diese Uhren waren nur begrenzt lieferbar😂🤣

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2009.11.15. Super Sonntag

2009.11.14. Elbe Kurier

2009.09. INGO

Dobiener Feldhandballer

2009.10.30. Die neue Brücke

…dieses Thema ist noch immer aktuell

2009.08.26. Wochenspiegel

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2009.03.06. Die neue Brücke

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2007.10.05. Die neue Brücke

…alte Strassennamen fast vergessen
…geschlossen

2007.02.07. Mitteldeutsche Zeitung

Katzenfell als Schmerzmittel schockt Rentner aus Dobien

2007.01.15. Mitteldeutsche Zeitung

2006.12.11. Mitteldeutsche Zeitung

Autodiebe unterwegs
Autodiebe waren am Wochenende in Reinsdorf und Dobien unterwegs. Laut Polizei schlugen sie bei fünf Autos die Scheiben ein und entwendeten zumeist Autoradios oder Navigationsgeräte. In einem Fall erbeuteten die Autodiebe Alkohol und Würstchen.

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2006.11.17. Die neue Brücke

2006.11.14. Elbe Kurier

Kirche wurde zweimal zerstört
Der Ort Dobien wurde als Thobin erstmals 1182 erwähnt. Über das genaue Alter der Kirche gibt es offenbar keinen detaillierten Aufschluss. Das Gotteshaus selbst ist eine im Kern romanischr Dorfkirche aus Feld- und Bruchsteinen. Vom ursprünglichen Putz sind nur Reste erhalten. Das Gebäude hat einen dreiseitigen Chor und einen quatratischen Westturm mit einem Achteckaufsatz, einer sogenannten Welschen Haube und Laterne.
Die Kirche wurde im 30-jährigen Krieg zerstört.
Wieder aufgebaut worden ist sie ab 1683.
Im Jahre 1913 fiel sie erneut der Zerstörung anheim und wurde dann 1820 restauriert. Der Turm ist erst um 1900 angebaut worden. Die Innenausstattung ist einheitlich von 1820, sie besteht unter anderem aus einer barocken Altarwand mit fünfseitigem Kanzelkorb, einer Empore in Form eines Hufeisen mit gotisierenden Schmuckfriesen und einer Orgel. Das Tafelbild des barmherzigen Samariters stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Markant außerdem sind zwei Pastorengrabsteine aus den Jahren 1769 und 1832.

(Anm.: 30jähriger Krieg von 1618 – 1648)

Hierzu schrieb die
1637.12.16. Unparteyische Zeitung ( Frankfurt )

Das Land siehet nicht mehr wie zuvor, es ist eine solche Wüstenei, daß es nicht zu glauben. Um Leipzig, Wittenberg, Torgau , Meißen, Wurzen, Dresden und anderen Orten ist alles aufm Land in Grund verderbt, die Dörfer und die adligen Häuser abgebrannt, das Volk hat sich verloffen, ist in der Fremde Hungers gestorben, und also die Mannschaft. so vor dessen im Defensionswerk gebrauchet, ganz ausgerottet.
„Bet, morgen kommt der Schwed`… dieser Schreckensruf war überall im sächsischen Landen zu hören.

2006.10.18 Mitteldeutsche Zeitung

…das Bild des Jammers hält noch immer an😩

2006.09.16. Das Amtsblatt

Feuchtwiese Dobien

2006.05.06. Mitteldeutsche Zeitung

Ortsbürgermeister – Reinhard Rauschning

2005.08.17. Wochenspiegel

Fest im Sattel: Reinhard Rauschning vom gleichnamigen Reiterhof half den Kindern auf das Pferd

Wittenberger Land jetzt in Reinsdorf
Die Handwerks- und Gewerbeausstellung „Wittenberger Land“ findet in diesem Jahr nicht in der Polizeiturnhalle, sondern in der Zegarek-Halle in Reinsdorf statt. Termin ist der 16. bis 18. September.
Die Ausstellung soll am neuen Ort großzügiger gestaltet werden, Produkte und Dienstleistungen des privaten und geschäftlichen
Bedarfs werden übersichtlich angeboten. Im Objekt in Reinsdorf
stehen den Besuchern kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.
Die dritte „Wittenberger Land“ präsentiert Angebote aller Branchen.
So erfahren Hausbesitzer Interessantes über Sonnen- und
Insektenschutz, werden aber auch zu Pools, Treppen, Zäunen, Blumenbänken bis hin zum Kamin beraten. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, von Wein und Säften bis hin zu Käse aus Tirol.

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2005.08.15.Mitteldeutsche Zeitung

2005.01.19. Wochenspiegel

…das waren noch Preise😊

2003.12.14. Mitteldeutsche Zeitung

1999.03.31. Mitteldeutsche Zeitung

1999.03.14. Super Sonntag

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1999.03.24. Mitteldeutsche Zeitung

https://www.plameco.de/wittenberg
Richter-Fensterbau GmbH – Türen und Fenster (tueren-und-fenster.com)

1998.12.16. Mitteldeutsche Zeitung

1998.12.14. Mitteldeutsche Zeitung

1998.10.16. Mitteldeutsche Zeitung

…jetzt wissen wir…

1998.10.14. Wochenspiegel

…ein guter Freund, zur Erinnerung …

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1998.10.01. Mitteldeutsche Zeitung

1998.09.30. Mitteldeutsche Zeitung

Dobien - in Dobiener Zeitungsschnipsel/Fläming

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1998.07.10. Mitteldeutsche Zeitung

1998.06.27. Mitteldeutsche Zeitung

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1998.05.15. Mitteldeutsche Zeitung

1998.04.26. Wittenberger Sonntag

1998.04.23. Mitteldeutsche Zeitung

…in Richtung Dobien/Reinsdorf auch für Radfahrer jetzt sicherer…

1998.04.11. Mitteldeutsche Zeitung

Ein Preisgekröntes Haus in Dobien (nicht in Reinsdorf)

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1998.03.31. Mitteldeutsche Zeitung

Heimatfreunde radeln
Zu einer heimatkundlichen Radwanderung unter dem Motto
„Entlang des Krähebaches“ lädt der Heimatverein Lutherstadt Wittenberg und Umgebung am 04.04. ein.
Treffpunkt ist 9 Uhr an der Gaststätte „Grauer Wolf“.
Die Fahrtroute von maximal 30 Kilometern verläuft über
Reinsdorf, Dobien und die Grüntal-Mühle nach Mochau. Radwanderfreunde aus Piesteritz und Apollensdorf können
sich der Gruppe an der „Hohen Mühle“ in Reinsdorf anschließen.

1998.03.26. Mitteldeutsche Zeitung

Wolken überschatten die Wochenendidylle
Ein Beispiel für den Kampf von Grundstücksnutzern war die Klage der Vereinigung Naherholung Tonteiche in Dobien, von der Helmut Haseloff berichtete. Die Vereinigung hatte gegen ein Gutachten des Katasteramtes Wittenberg geklagt, das 1,80 Mark Nutzungsentgeld pro Quadratmeter und Jahr als Ortsüblich festlegte, und Recht bekommen.

1998.03.22. Super Sonntag

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1998.03.20. Mitteldeutsche Zeitung

„Meinem Schutzengel habe ich es zu verdanken, daß ich heute hier sitze“
– Frieda Schönefeld (links) erzählt aus ihrer Jugend in Dobien Foto: S.Eckloff

aus dem Buch: Geschichten aus unserem Leben

In Reinsdorf gab es bereits in den 30er Jahren eine Badeanstalt.
Als Achtjährige durfte ich ohne Begleitung meiner Eltern dort baden gehen. Es war selbstverständlich, daß wir nur ins Nichtschwimmerbecken gingen. An der Straßenseite war das Ufer, mit Klinkersteinen besetzt und ging steil nach unten. Dort mußte ich natürlich runterrutschen und – hatte keinen Grund mehr.
Da ich nicht schwimmen konnte, tauchte ich einige Male unter.
Ein junger Mann sprang ins Wasser und trug mich heraus.
Ohne diese Hilfe wäre ich sicher ertrunken.
Nach Kriegsende war die Gaststätte „Grünes Tal“ in Dobien von Russen belegt. Zwei von ihnen versuchten, in den Wohnhäusern Türen aufzubrechen. Plötzlich tauchten Offiziere und Soldaten auf, um diese zwei festzunehmen. Die aber waren geflohen und hatten sich im angrenzenden Wald versteckt.
Ich stand an der Gartentür und beobachtete das alles.
Plötzlich kamen die Gesuchten aus dem Wald und feuerten eine Geschoßgarbe auf mich. Etwa einen Meter von mir, in Bauchhöhe, prasselten die Kugeln vorbei.
Ich kam mit dem Schrecken davon.
Beide Male hatte ich einen Schutzengel, ohne ihn wäre ich wohl heute nicht mehr am Leben.
Friedchen Schönefeld (70) 06886 Luth. Wittenberg OT Dobien

1998.03.12. Mitteldeutsche Zeitung

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1998.02.23. Mitteldeutsche Zeitung

Dobiener Markthändler auf dem Wittenberger Wochenmarkt (Vorsitzender des Vereins Wittenberger Wochenmarkt)
Markthändler auf dem Wittenberger Wochenmarkt

1998.02.17. Mitteldeutsche Zeitung

1998.02.14. Mitteldeutsche Zeitung

Fr. Dr. Panzig gehört zu den Gründerinnen des PFLUG e.V.
(Projektgemeinschaft Frauen-Landwirtschaft-Umwelt und Gesellschaft),
des Trägervereins des Hauses der Geschichte,
das sie seit vielen Jahren ehrenamtlich als Direktorin leitet.
Sie ist maßgeblich verantwortlich für eine der landesweit bedeutendsten
Sammlungen zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts.
Über viele Jahre war Fr. Dr. Panzig zudem im Vorstand des
Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt aktiv

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1998.02.06. Mitteldeutsche Zeitung

1998.02.05. Mitteldeutsche Zeitung

… endlich ist der Radweg Wittenberg – Dobien sicher…

1998.02.01. Wittenberger Sonntag

1998.01.16. Mitteldeutsche Zeitung

1997.11.15. Mitteldeutsche Zeitung

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1997.11.05. Mitteldeutsche Zeitung

Straßensperrung
Im Wittenberger Ortsteil Dobien beginnen am Montag die Arbeiten, um den Durchlaß für den Krähebach zu erneuern. Während der Bauzeit ist die Furthstraße von der Grün- bis zur Dorfstraße für den Kraftfahrzeug-Verkehr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können die Baugrube über einen Notweg passieren.

1997.11.05. Freizeit magazin

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1997.10.15. Wochenspiegel

1997.10.15. Wochenspiegel

1997.10.11. Mitteldeutsche Zeitung

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1997.10.05. Wittenberger Sonntag

1997.08.20. Wochenspiegel

…Dobien…

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1997.08.13. Wochenspiegel

Autohaus Rosenheinrich GmbH (toyota-rosenheinrich-wittenberg.de)
Neu in Dobien: Blumengalerie

1997.07.30. Mitteldeutsche Zeitung

Heimatkunde:
Wittenberger Bürger zogen gegen den Ritter von Dobien

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1997.07.04. Mitteldeutsche Zeitung

1997.06.15. Sonntag Magazin

1997.04.12. Mitteldeutsche Zeitung

1997.04.03. Mitteldeutsche Zeitung

Probleme mit Grundstücken
Am Radweg Belziger Chaussee soll noch in diesem Jahr weitergebaut werden, beschloß der Bauausschuß. 1998 soll das Teilstück zwischen dem Wasserwerk und dem ehemaligen ACA fertiggestellt werden.
Die Verbindung zwischen Wittenberg und Dobien will der Kreis bauen. Da einige Eigentümer die benötigten Grundstücke nicht verkaufen wollen, muß das Planfeststellungsverfahren abgewartet werden.

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1995.10.03. Mitteldeutsche Zeitung

1994.08.31. Freizeit

1993.06.15. Mitteldeutsche Zeitung

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1993.11.10. Freizeit

1993.02.06. Elbe-Elster-Rundschau

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1993.01.07. Mitteldeutsche Zeitung

Sehenswürdigkeiten und kleine Denkmäler am Wegesrand

Im Reinsdorfer Ortsteil Dobien befindet sich in der Nähe der Kirche eine mittelalterliche Burgwallanlage, genannt der Wallberg.
Weit in der Umgebung gibt es keinen so großen und gut erhaltenen Burghügel. Er steht aus diesem Grund schon seit Jahrzehnten al Bodendenkmal unter Schutz.
Der Wallberg besteht aus einer künstlich erhöhten und abgeböschten Anhöhe, dem Turmhügel, mit umlaufendem Graben und davorliegendem Wall. Der anschließende Friedhof ist nur durch einen Graben von dem hohen Turmhügel getrennt.
Ein Wall ist hier nicht zu erkennen. Vermutlich gehörte der heutige Friedhof als Vorburg zur Gesamtanlage. In dieser Vorburg befanden sich die Unterkünfte für die Burgmannschaft, der Wirtschaftsteil und vermutlich auch schon eine Kirche oder Kapelle.
Schutzaufgabe
Auf dem Hügel stand ein fester, sicher aus dicken Eichenstämmen erbauter Wohn-und Wehrturm, als letzter und sicherster Verteidigungspunkt.
Eine stabile Holzpalisade oder Holz-Erde-Mauer dürfte auf dem Wall und um die Vorburg gestanden haben.
Solche Burgen wurden in der 2. Hälfte der 12. Jahrhunderts errichtet. Tatsächlich fällt auch die erste Erwähnung in diese Zeit.
1179 wird in einer Urkunde ein Otto de Dobin genannt.
Für die Bedeutung der Burg spricht eine Urkunde des Klosters
Leitzkau um 1187, in der neben den Burgwarden Coswig, Wittenberg, Zahna und Elster ein „burchwardum Dobien“ aufgeführt ist.
Burgwarde waren Verwaltungszentren über bestimmte Gebiete und gleich-zeitig militärische Stützpunkte.
Dies trifft auch für die Burg in Dobien zu, an der zwei Nord – Süd -Handelsstraßen vorbeiführten.
Es war Aufgabe der Burgen, auch die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Diese Schutzaufgabe legte der Dobiener Burgherr mit seinen Mannen bald recht eigenwillig aus und überfiel so manchen Kaufmannszug. Lange ließen sich die Wittenberger Bürger solche Raubrittereien nicht gefallen.
Um 1200, die genaue Jahreszahl ist nicht bekannt, kam es zum Sturm und zur Zerstörung der Burg. Damit war der Wegelagerei des Dobiener Burgherren ein Ende gesetzt.
Verschenkt
Ob dabei auch die Kirche zerstört wurde, ist nicht bekannt.
Immerhin ist eine solche um 1300 gesichert, denn 1301 werden Dorf und Kirche dem Hospital zum heiligen Geist in Wittenberg geschenkt, das etwa an der Stelle des heutigen Lutherhauses stand.
Die Kirche, wie sie heute auf dem Friedhof neben dem ,,Wallberg“ steht, erlebte im Laufe der Jahrhunderte Zerstörungen und Veränderungen. Das auf der Südseite freigelegte Feld- und Bruch- Steinmauerwerk
zeigt Reste eines ehemaligen Rundbogenfensters.
Dieses könnte durchaus noch zur ehemaligen Burgkapelle gehört haben.
Göricke

Quellen:
Grimm: Burgwälle, 1958 Meyner: Geschichte der Stadt • Wittenberg, 1845 Hinneburg: Der Dobiener Wallberg, 1936.

1991.01.30. Mitteldeutsche Zeitung

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1990.01.23. Freiheit

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1989.12.28. Freiheit

…nicht nur das Land…

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1989.09.19. Freiheit

1989.09.12. Freiheit

1989.08.15. Freiheit

…Hightech Made in GDR 😅

1989.08.12. Mitteldeutsche Zeitung

…Preise zwischen gut und böse….

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1989.07.28. Freiheit

…Preise in Mark der DDR…

1989.07.18. Freiheit

1989.06.09. Freiheit

…Knallerpreise…

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1989.05.30. Mitteldeutsche Zeitung

1988.12. Zeltplatzanmeldung

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 1988.-Zeltplatzanmeldung-720x1024.jpg
…das waren noch Zeiten 😭😭😭

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1988.09.24. Freiheit

Zum Gefecht bei Thießen 1813
Nach der Schlacht bei Großbeeren, die den Franzosen 5000 Tote und Verwundete und 25 Kanonen kostete, zogen sie sich in die Wälder zwischen Jüterbog, Dahme und Baruth zurück. Dauernd von kleinen und größeren Einheiten der Preußen angegriffen, kamen sie endlich in die vorbereiteten Schanzen bei Kropstädt und Wittenberg. Die Franzosen legten keinen Wert auf eine Feindberührung und erkannten, daß nur eine Verstärkung durch Marschall Ney von Wittenberg her ihnen Rückhalt gab.
Der französische General Bertrand hatte seine Truppen zwischen Teuchel, Thießen und dem Krähebach aufgestellt.
Noch vor 50 Jahren konnte man rechts des Weges von Teuchel nach der Grüntalmühle deutlich die Spuren der ehemaligen Verschanzung feststellen.
Kropstädt und das Schloß hatten die Franzosen vollständig ausgeplündert, ließen aber die wertvolle Schloßbibliothek unbehelligt. Am 03.September 1813 kam es zwischen den Preußen und den Franzosen zu einem blutigen Gefecht bei Thießen, in dem die Preußen nicht befehlsgemäß handelten, sondern in Regimentsstärke das französische Armeekorps angriffen. Die Folge war, daß der Feind die Preußen zunächst bis in die Nähe der Festungswälle vorstürmen ließ, dann aber mit zwanzigfacher Übermacht die Preußen in die Flucht schlug.
Die Landstraße, die nach Wittenberg führt, wurde mit Kartätschen bestrichen, die Zahl der Verwundeten stieg hoch an, und die geschlagenen Preußen machten einen jämmerlichen Eindruck nach dreistündiger Hetzjagd. Es war wahrlich kein Heldenstück, und die Preußen hatten soviel Verluste wie nachher bei der Schlacht bei Dennewitz. Der Rest des Regiments lag anschließend drei Tage in Ruhe, dann ging es zu neuem Kampf.
Das Gefecht bei Thießen zeigte, daß die Strategie eine wichtige Rolle spielt. Das mußte auch der französische Marschall Ney vier Wochen später bei Wartenberg erfahren.
Heinrich Kühne

1983.11.30. Freiheit

…wer hätte das gedacht…

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1977.09.16. Freiheit

1976.08.06. Tribüne

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1956.09.08. Wittenberger Rundblick

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1936.01.08. Wittenberger Tageblatt

Der Wallberg bei Dobien

Aus dem Vortrag von Lehrer Hinneburg im Verein für
Heimatkunde und Heimatgeschichte


Unternimmt man einmal eine Wanderung nach Dobien, so fällt schon von weitem der eigentümliche, 108 Meter über dem Meeresspiegel sich erhebende Kegelberg auf, neben dem die Dobiener Kirche gleichfalls auf einem Berge steht.
Unwillkürlich kommt manzu der Überlegung, daß, der Wallberg, wie er bezeichnet wird in seiner Gestalt nicht von Natur geschaffen wurde, sondern, daß hier Menschenhand mitgestaltet hat.
Da drängen sich drei Fragen auf:
Wer gestaltete den Berg zu dieser Form?
Wann geschah dies?
Welcher Zweck wurde damit befolgt?
Zuerst der Name Wallberg.
Dieser hat mit der Bezeichnung Wall nichts zu tun, auch nicht mit Wallburg, da ursprünglich eine Burg nicht vorhanden war.
Hier befand sich in grauer Vorzeit eine Kult- oder Walstätte, wie wir sie bis nach Asien hinein verfolgen können.
Hier verehrten die Ureinwohner ihre Gottheiten, und fröhliche religiöse Feiern fanden dort statt. Wir müssen dabei an die Namen Walhalla, Walküre, Walburgis usw. denken.
Später erbaute man dicht dabei Kirchen, die den Heiligen gewidmet waren, so auch auf dem Apollensberg und dem Michelsberg.
Diese sind in den langen Kriegsjahren verschwunden.
In Dobien blieb die Kirche erhalten.
An den Walstätten errichtete man auch Burgen oder Burgwarte.
So wurde im Jahre 965 der Burgwart Pratau errichtet, die Burgwarte Wittenberg und Dobien in den Jahren 1180 – 1187;
erwähnt seien auch die Burgwarte Zahna, Elster und Rabenstein.
Diese Burgwarte sprechen dafür, daß hier wichtige Handelsstraßen
vorbei führten.
Verfolgen wir die Spuren weiter, so können wir annehmen, daß sich bei Dobien die große Straße von Süden nach Norden hinzog, die zu der sagenhaften Stadt Vineta, der damals größten Stadt in Europa, führte.
Die Burgwarte sollten dem Schutze der durch das Land ziehenden
Kaufleute dienen. Freilich raubten dann die Ritter oder Burgherren die Kaufleute selbst aus, und das führte dann auch dazu, daß um das Jahr 1200 Wittenberger Bürger gegen die Burg Dobien zogen und diese einnahmen.
17 solcher Burgwarte können wir in unserer Gegend zählen.
Wie sahen nun die Burgwarte aus?
Der Berg wurde befestigt, erhöht und Gräben darum gezogen.
Oben wurden turmartige Gebäude errichtet;
allerdings nicht aus Stein, sondern aus Lehm und Holz.
An den Abhängen standen Bäume. Die Gräben wurden beiderseitig durch Planken abgesteift, und es war zu damaliger Zeit schwer, einen so befestigten Burgwart zu erstürmen.
Spuren von Steinen sind am Wallberg nirgends zu entdecken, deutlich sind aber noch Gräben erkennbar.
Lehrer Hinneburg erzählte dann von dem Geschlecht der Burgherren von Dobien, von denen später mehrere hohe geistliche und weltliche Ämter bekleideten. Urkunden darüber sind von 1179 an vorhanden.
Die Herzogin Agnes schenkte Dorf und Kirche Dobien dem Hospital zum heiligen Geist in Wittenberg mit der Verpflichtung, jährlich zum Todestage ihres Mannes Rudolf I. eine heilige Messe zu halten und zehn Arme mehr zu verpflegen.
So kam Dobien lange vor 1500 in Wittenberger Besitz, und seit dieser
Zeit steht die Dobiener Kirche auch unter Patronatsrecht von Wittenberg. Um 1700 wird die Gegend um den Wallberg als schön bewaldet
bezeichnet, zumeist Erlen.
Diese wurden von den Bauern gefällt, worüber der Pfarrer Klage führte; er wollte auch seinen Teil haben, was die Bauern aber ablehnten.
Heute stehen am Wallberg wieder Erlen, Zeugen alter Zeit; wir denken zurück an die Zeit der Sonnenreligion, denken und schauen, sehen in Gedanken den Burgwart da oben und denken an die Kämpfe die hier stattfanden. Das alles soll dazu beitragen, den Wallberg in Dobien mit anderen Augen zu betrachten als bisher.

1924.02.07. Wittenberger Zeitung

Vom Mittagsläuten

In vielen Orten unserer Heimat läuten mittags 12 Uhr die Glocken. Mancher hat sich Gedanken gemacht, welchen Zweck das Geläute hat. Meistens wird angenommen, daß den Leuten auf dem Felde die Mittagspause angezeigt werden soll und ähnliches. Aber der Ursprung und eigentliche Zweck dieser Glockenklänge ist ein ganz anderer.
Im 15. Jahrhundert wurde Europa und damit die christliche Welt durch die Türken hart bedrängt. Sie eroberten 1453 Konstantinopel und machten dem oströmischen Kaisertum ein Ende und richteten sich selbst häuslich ein. Sie drangen immer weiter gegen die Donau vor und waren nahe daran, Ungarn zu erobern. Der Kaiser Friedrich und der Papst Calixtus III (*31.12.1378 -+06.08.1458) hätten gern wieder einen Kreuzzug gegen die Scharen des Halbmonds unternommen, aber niemand ließ sich das Kreuz anheften. Und doch zitterte die ganze Christenheit vor den Türken. Damit nun alle Leute an die Türkengefahr denken und auch Opfer zu ihrer Abwehr bringen sollten, befahl Calixtus III. im Jahre 1458, daß in allen Orten um 12 Uhr mittags pro pace (für den Frieden) geläutet würde. Während des Lautens sollte von jedem das Vaterunser gebetet werden wider die heidnischen Türken. Gewiß haben unsere Vorfahren auf dem Felde, in Stall und Hof und Haus, auf der Straße, kurz überall, stillgehalten in ihrer Hantierung und voll Andacht gebetet. Die Türkengefahr wurde überwunden. Der Mönch Johannes Capistranus und der ungarische Edelmann Johannes Hunnyades Corvinus schlugen mit einem Haufen armer Bürger, Bauern und Mönche 160 000 Mann des Sultans Mohamed II. bei Belgrad. Das Mittagsläuten aber hat sich in vielen Orten erhalten bis auf den heutigen Tag.

Vollrath .

1918.03.07  Wittenberger Tageblatt

Dobien. Nach der am vergangenen Sonnabend aus der Dorfstraße hier zum Bäcker gehenden 13jähriger Marie Paul warf ein 15jähriger Arbeitsbursche in jugendlicher Uebermut mit einem Stein.
Dieser flog so unglücklich, daß die P. an den Kopf getroffen, sofort zusammenbrach und in die elterliche Wohnung getragen werden mußte.
Der Arzt stellte eine Verletzung der Gehirnschale fest.

1916.06.09. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Der Arbeiter Lorenz Henning ist zum Nachtwächter und Gemeindediener der Gemeinde Dobien bestätigt und vereidigt worden.
Wittenberg, den 31. Mai 1916 Landrat als Vorsitzender des Kreisausschusses

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1916.05.16. Wittenberger Tageblatt

Reiche Beute hat ein Dieb gemacht, der gestern der Wohnung der Frau Marie Grußkai, in der Steuerschen Ziegelei an der Belziger Chaussee bei Dobien, einen Besuch abgestattet hat. Als Frau G. nachmittags von ihrer Arbeitsstätte, den Sprengstoffwerken, zurückkehrend, ihre Wohnung betrat, fand sie diese geöffnet, ein Spiegelschränkchen erbrochen, und waren aus diesem die sauer ersparten Notpfennige, 390 Mark, verschwunden. Der Verlust trifft Frau G. umso härter, da ihr Mann als Kriegsteilnehmer längere Zeit für vermißt gilt und sie allein für ihre Kinder zu sorgen hat. Als Täterin kommt eine Sprengstoffarbeiterin in Betracht, welche bei Frau G. gewohnt hatte und seit gestern spurlos verschwunden ist.

1916.05.04. Wittenberger Tageblatt

Ihr 50jähriges Berufsjubiläum als Bezirkshebamme feierte gestern Frau Knopf aus Dobien. Zu diesem Zwecke hatten sich in der Lutherhalle hier außer ihren Kolleginnen der Königl. Herr Landrat v. Trotha und Herr Pfarrer Güthling aus Dobien eingefunden. Pfarrer Güthling sprach dabei den Wunsch aus, gaß der nunmehr 77jährigen Greisin ein fröhlicher Lebensabend beschieden sei.

1914.02.25 Wittenberger Tageblatt

Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich gestern vormittag auf der abschüssigen Straße von Dobien nach Schmilkendorf. Der etwa 12jährige Sohn des Arbeiters Teichgräber wollte auf einem Fahrrad das mit Pflastersteinen beladene Fuhrwerk des Fuhrmanns Heise, von hinten kommend, überholen. Hierbei mußte der Knabe den Wagen angefahren haben, er stürzte vom Rade und zwar so unglücklich, daß er zwischen die Räder fiel und ihm das Hinterrad über das Genick fuhr, wodurch der Tod sofort eintrat. Der Überfahrene, ein hübscher, geweckter Junge, war der einzige Sohn, zwei Schwestern trauern mit den hartgetroffenen Eltern. Der Kutscher des Steinfuhrwerks ist an diesem Unglücksfall ganz schuldlos, derselbe hatte bei dem abschüssigen Wege auf die Pferde und auf die Straße zu achten.

1914.02.25 Wittenberger Tageblatt

Dobien. Die Elektrizität soll nun auch hier eingeführt werden, und zwar für Kraft und Licht. Es haben sich genügend Anschlußnehmer gemeldet, sodaß das Unternehmen als gesichert anzusehen ist. Die Hauptsache ist nur, daß die Anlage so schnell als möglich hergestellt wird. Die Lieferung des Stromes erfolgt durch die Lehmannsche Mühle hierselbst.

1913.09.18. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Der Gastwirt Reinhold Eckert aus Dobien ist als ordentlicher Trichinenschauer für de Schaubezirk Dobien und die Teucheler Mark, und zum stellvertretenden Trichenenschauer für den Schaubezirk Braunsdorf bestellt und verpflichtet worden,
Wittenberg, den 16. September 1913.
Der Königliche Landrat

1913.05.30. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Die neugebaute Straße von Dobien
bis Bahnhof Reinsdorf wird vom 03.Juni für leichtere
Fuhrwerke und Lastwagen, bis höchstens beladen mit
50 Zentner, freigegeben.

1913.05.25. Wittenberger Allgemeine

Anzeige. Die Privat-Theater-Gesellschafft Wittenberg ladet
hiermit alle Gäste und Freunde zu dem am Sonntag, den
25.d.Mts. bei Herrn Frind in Dobien stattfindenden Kränzchen, verbunden mit theatralischen Aufführungen, sowie großes
Lämmer-Auskegeln ganz ergebenst ein.
Der Vorstand

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1913.04.15. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Der Häusler Gottfried Eckert zu Dobien
ist zum Steuererheber der Gemeinde Dobien gewählt,
bestätigt und vereidigt worden.
Wittenberg, den 3. April 1913.
Der Königliche Landrat als Vorsitzender des Kreisausschusses

1913.03.15. Wittenberger Allgemeine

Dobien. Als sich der Arbeiter Hermann Borchis aus Teuchel am vorigen Sonntagabend gegen 11 Uhr mit dem Rade von hier nach der sog.
„Sirupsburg“, einem abseits gelegenen, ehemaligen Fabrikgrundstück,
begeben wollte, wurde er von zwei unbekannte Männern angefallen.
Ehe er sich noch zur Wehr setzen konnte, warfen sie ihn in das sehr
tiefe Wasser der früheren großen Tongrube.
zum Glück war der Angefallene ein guter Schwimmer, und so gelang
es ihm mit viel Mühe, das jenseitige Ufer zu erreichen und sich so in Sicherheit zu bringen. 🥶

Unter der Firma „Tonwerke, Aktiengesellschaft in Wittenberg,
Bezirk Halle“ ist hier eine Aktiengesellschaft gegründet worden,
welche die bisherige Zastrowsche Ziegelei fortführen will.
Die neue Gesellschaft hat die Grundstücke des Zastrowschen
Werkes, das sich bekanntlich seit längerer Zeit in Konkurs befindet,
in der gestern vor dem hiesigen Amtsgericht stattgefundenen
Zwangsversteigerung für den Preis von 325 000 M. erworben.

1913.02.27. Wittenberger Tageblatt

Dobien. Vier zum Teil noch strafunmündige Schulknaben von
hier und aus Wittenberg, die sich nicht nur Sonntags, sondern
auch an den Wochentagen in der hiesigen Feldmark zur
Verübung von Unfug und Ausübung von Diebstählen herumtrieben
und schon so verschiedenes auf dem Kerbholz haben, haben am vergangenen Sonntag der zur Hicketthierschen Ziegelei
gehörigen Pulverkammer einen Besuch abgestattet.
Während die übrigen Schmiere standen, erbrach einer das
Schloss und stahlen nun die Knaben 4 Patronen Gesteins-
Westphalit und ein Ende Zündschnur, durchsuchten weiter
alle Behälter nach Sprengkapseln, um mit diesen im Walde Sprengversuche vorzunehmen. Glücklicherweise aber wurden diese Kapseln nicht in der Kammer aufbewahrt.

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1912.12.03. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Der Hüfner Franz Schering zu Dobien ist
zum Gemeindevorsteher der Gemeinde Dobien und der
Ziegeleibesitzer Otto Herbig zu Bülzig zum Gemeindevorsteher
der Gemeinde Bülzig gewählt, bestätigt und verpflichtet worden.

1912.10.23. Wittenberger Allgemeine

Dobien. Beim Neubau des Herrn Kolonialwarenhändlers Hoffmann wurde bei den Ausschachtungsarbeiten in etwa 40 Zentimeter Tiefe ein vollständig entwickelter, lebender Maikäfer gefunden. Ob das als ein Zeichen für einen milden Winter anzusehen ist, vermag Schreiber dieses freilich nicht zu behaupten.

1912.09.03. Wittenberger Allgemeine

Dobien. Beim Birnenpflücken verunglückte Sonnabend Herr Ziegeleibesitzer Angelroth hierselbst, indem er von einem
größeren Baume abstürzte. Außer einer Auskugelung eines
Armes sollen schwere innere Verletzungen vorliegen, denn der
behandelnde Arzt, Herr Dr. Bosse-Wittenberg, brachte A. in
seinem Wagen nach dem Paul-Gerhardt-Stift in Wittenberg.

1912.07.05. Wittenberger Tageblatt

Dobien. Donnerstag früh kurz nach halb 3 Uhr wurden die
Einwohner unseres Ortes durch Feuerlärm aus dem Schlafe
geweckt, denn in der Dampf- und Wassermühle des Herrn
August Lehmann hier war ein Schadenfeuer ausgebrochen.
Dieses muss aber schon längere Zeit ehe es bemerkt wurde,
gewütet haben, denn als es bemerkt wurde, war die neben
der Mühle befindliche, nur durch eine mit Verbindungstüren
versehene Brandmauer getrennte Wohnung der Familie
Lehmann bereits von den gierig um sich greifenden Flammen
ergriffen, und war es nur möglich, das nackte Leben und einige Bettstücke durch die Fenster ins freie zu retten. Obgleich
hilfsbereite Nachbarn sowie die hiesige und Reinsdorfer
Feuerwehr sehr bald mit ihren Spritzen zur Stelle waren,
gelang es nicht, das Feuer auf die massiv ausgeführte Mühle
zu lokalisieren, sondern es griff auf das aus Fachwerk
ausgeführte Wohnhaus über. Während es großer Anstrengung
bedurfte, die Bäckerei und die Ställe zu halten,
brannte die Mühle aus.

1912.03.24. Wittenberger Allgemeine

Besitzwechsel. Das Wernersche Lokal in Dobien ist an Herrn
Pfrind käuflich übergegangen. Der neue Besitzer feiert am
Sonntag mit seiner Gattin die silberne Hochzeit.

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1912.01.20 Wittenberger Tageblatt

Rekrutenscharfschießen. Am 20.Januar d. J. kann unsere Schützengesellschaft auf ein 500jähriges Bestehen zurückblicken. Allerdings ist zu vermuten, daß ihr Alter noch weiter hinaufreicht. Unter dem Zubehör des im Jahre gestifteten Schützenaltars wird als Teil der Königkette ein silberner Vogel aufgeführt, der die Jahreszahl 1391 trug, daraus ist zu schließen, daß die Vereinigung der Schützen bereits zu dieser Zeit bestanden hat. Der erste urkundliche Nachweis über diese datiert vom 20. Januar 1412, so daß dieser Termin bis auf weiteres als der Stiftungstag unserer Schützengesellschaft gelten muß. Am genannten Tage, dem Namenstage des Schutzpatrons der Schützen, Fabian Sebastian, stiftete die Brüderschaft der Schützen diesem in der Marienkirche (Stadtkirche) einen Altar. Im Jahre 1432 wird dieses Altarlehen von den Herzögen zu Sachsen ausdrücklich bestätigt.

Ein Rekrutenscharfschießen findet bei günstiger Witterung am Mittwoch, den 24. d. M., in den Vormittagsstunden in der Nähe Dobien`s statt und zwar mit der Schussrichtung auf Straach – Groß-Marzehns.

1911.10.02.  Wittenberger Tageblatt

In preußischen Schulen wurde die 45 minütige Unterrichtsstunde eingeführt.

1911.09.14. Wittenberger Tageblatt

Wiedergefunden. Das in der Nacht zum Sonnabend vom Hofe
des Landwirts Hermann Richter in Dobien unter eigenartigen Umständen gestohlene Fahrrad ist gestern in einer Kiefernschonung
bei Apollensdorf versteckt aufgefunden und dem Eigentümer
zugestellt worden.

1911.07.02. Wittenberger Tageblatt

Dobien. Als am Donnerstagabend gegen 10 Uhr ein Vertreter
des Chausseearbeiters Höse – Dobien, welcher die Süßkirschen
an der Chaussee nach Straach zu gepachtet hat, nach dem Rechten sehen wollte, traf er in der Nähe von Nudersdorf Kirschendiebe.
Diese fielen über den Pächter, den 19jährigen Puff, her und mißhandelten ihn durch Fußtritte so schwer, daß Puff
besinnungslos zusammenbrach und später ärztliche Hilfe in
Anspruch nehmen mußte. Hoffentjich gelingt es, die Täter zu
ermitteln, so daß sie ihrer gerechten Strafe nicht entgehen.

1911.06.14. Wittenberger Allgemeine

Entlassen. Der vor drei Monaten in hoffnungslosen Zustande in das Paul-Gerhardt-Sift eingelieferte Arbeiter Adolf Richter aus Mochau, welcher in Dobien zwischen die Puffer zweier Eisenbahnlowrys geriet und dabei einen schweren Beckenbruch und eine Zerreißung der Blase davontrug, ist als vollständig geheilt entlassen worden.

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1911.03.25. Wittenberger Allgemeine

Unglücksfall. Beim Rangieren von Lowrys (Eisenbahnwagen) auf
dem Gleise der Anschlussbahn der Dobiener Werke geriet gestern
der etwa 16jährige Arbeiter Gustav Richter aus Nudersdorf zwischen die Puffer Wagen und erlitt dabei so schwere Quetschungen des Unterleibes, daß er dem Paul-Gerhardt-Stift zugeführt werden mußte.

1910.09.22. Wittenberger Tageblatt

Aus der öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten:
Herr Stadtverordnetenvorsteher Gröting:
Das übliche Schreiben vom Pfarrer in Dobien, in dem um den
Patronatsbeitrag für die Kirche ersucht wird, ist auch diesmal
nicht ausgeblieben. Es werden diesmal 400 M. verlangt.
Herr Stadtverordneter Dr. Krüger: Wenn man an der Kirche
von Dobien vorbei fährt, so sieht man, daß der Turm sich immer
mehr dem schiefen Turm von Pisa nähert.
Die zuständigen Personen müßten doch ermahnt werden, etwas
zu tun und bald einen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen.
jedenfalls muss bald etwas geschehen, sonst stürzt der Turm ein.
Die Versammlung bewilligte die geforderten 400 M. zur Verrechnung

1910.07.26 Wittenberger Tageblatt

Von einem Hunde gebissen. Als heute früh Frau Schering aus Dobien
vom Markte aus in die Coswiger Straße einbog, kam sie dem
dortselbst auf einem Wagenbefestigten und mit Beißkorb versehenen
Hund des Herrn Schröter aus Straach zu nahe und wurde von diesem erheblich in den Arm gebissen.

1910.06.15. Wittenberger Allgemeine

Dobien. Das Unwetter am vorigen Sonntag hat auch hier
erheblichen Schaden angerichtet. Durch den heftigen Sturm
wurden mehrfach Bäume entwurzelt und Äste abgebrochen,
ferner beschädigten Blitzschläge zahlreiche Bäume. Hagel
und Regen drückten das Getreide nieder.

Der Bahnbau Kleinwittenberg-Dobien-Straach ist in vollem
Gange. Nudersdorf erhält an der Einmündung der Wege von
Pülzig und Möllensdorf eine Haltestelle.

1910.05.25. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Der Bergwerksbesitzer Friedrich Steuer in Sandersdorf bei Bitterfeld beabsichtigt für seine an der Dobiener Chaussee gelegene Ziegelei ein Privatanschlußgleis, an die Neubahnstrecke Klein-Wittenberg-Straach anschließend anzulegen.
Wir machen dies mit dem Bemerken bekannt, daß der Plan vom
25. Mai cr. bis einschließlich 07.Juni cr. auf dem Kgl. Landratsamt hierselbst während der Dienststunden öffentlich ausliegt. Während der Offenlegung kann jeder Beteiligte im Umfange seines Interesses Einwendungen gegen den Plan erheben. Diese sind bei dem
Kgl. Herrn Landrat schriftlich einzureichen oder zu Protokoll zu geben.
Wittenberg, den 23. Mai 1910.
Die Polizeiverwaltung

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1910.04.23. Wittenberger Tageblatt

Durchgegangen ist gestern nachmittag das Pferd des Mühlenbesitzers Lehmann aus Dobien. Pferd und Wagen standen in der Schloßstraße, beaufsichtigt von einem auf demselben sitzenden Knaben, während der Kutscher die Kundschaft besuchte. Plötzlich raste das Pferd mit dem Wagen nach dem Schloßplatze zu davon und stieß eine von den dort befindlichen Laternen um, wobei das Tier mit der Gabel vom Wagen loskam und in Richtung Kaisergarten weiterstürmte, bis es von einigen beherzten Radfahrern angehalten werden konnte. Durch den Anprall wurde der Knabe von seinem Sitz heruntergerissen, kam aber glücklicher Weise mit dem Schrecken davon.

1910.04.20. Wittenberger Tageblatt

Dobien. Durch die Explosion einer Dynamitpatrone wurde Montag der 11 Jahre alte Knabe Otto Schering von hier so schwer verletzt, daß er in das Paul-Gerhardt-Stift in Wittenberg aufgenommen werden mußte. Während die Mutter mit häuslichen Arbeiten beschäftigt war, sollte derselbe die Aufsicht über das kleine Brüderchen übernehmen. Dabei räumte er in einem Schranke herum und fand eine Dynamitpatrone, die schon seit 2 Jahren an dieser Stelle lagerte, wo sie vom Steinsprengen übrig geblieben war. Der Junge nahm die Patrone, deren Gefährlichkeit er nicht kannte, trug sie in den Hof und warf einen Stein darauf. Die Patrone explodierte und verletzte den Knaben an den Händen, am ganzen Körper und im Gesicht schwer. Das eine Auge dürfte verloren sein.

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1910.02.11.  Wittenberger Tageblatt

Verschüttet. In dem zur Dampfziegelei „Germania“ bei Dobien gehörigen tiefen Tonschacht, stürzte am Dienstag eine Tonwand plötzlich ab und verschüttete den Arbeiter Hermann Bresigk aus Dobien. Da das Unglück von den in der Nähe beschäftigen Arbeitern bemerkt worden war, so wurde sofort die Bergung des Verschütteten aufgenommen, und derselbe dem Paul-Gerhardt-Stift hier zugeführt, wo zwar keine Knochenbrüche, wohl aber innere Quetschungen festgestellt wurden. Auch schmerzhafte Abschürfungen im Gesicht hat der Verunglückte davongetragen.

1910.02.04. Wittenberger Tageblatt

Wie sich die Ortschaften in der Nähe Wittenbergs in der Richtung nach Straach zu vergrößern, zeigt das ehemals kleine Dorf Braunsdorf, wo zum 01. April d. J. eine Gemeindevertretung gewählt wird. An Wählern sind vorhanden: 3 in der ersten, 7 in der zweiten und 30 in der dritten Abteilung. Dobien hat sich in 10 Jahren an Größe verdoppelt. Die Belziger Chaussee ist heute mit den Nebenstraßen schon mehr als die Dorfstraße ( Alt-Dobien ). Bei der Wahl der Gemeindevertretung kommen nicht weniger als 80 Wähler in Betracht.

1908.10.21. Allgemeine Zeitung

Starker Frost hat den letzten Gartenzierden in hiesiger Gegend de n Garaus gemacht. Es sind bis 6 Grad Kälte beobachtet worden.

1906.05.13. Wittenberger Tageblatt

Einen schweren Unfall erlitt der 13jährige Schulknabe Frobenius, der mit einem Handwagen auf der Chaussee Dobien-Wittenberg einem Fuhrwerk zu nahe kam, das den Wagen erfaßte und umwarf. Bei diesem Zusammenstoß kam der Knabe zu Fall und unter den Handwagen zu liegen und erlitt dabei einige Verletzungen.

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1903.03.30. Gesetz gegen Kinderarbeit

1902.06.14. Wittenberger Tageblatt

Personalien. Am 15. d. M. feierte der Landbriefträger L. Schimmel in Dobien sein 25jähriges Dienstjubiläum.

1900.09.04. Wittenberger Tageblatt

Spritzenabnahme. Am Sonnabend war der Feuerlösch-Inspector
der Societät der Provinz Sachsen, Herr Krammeyer aus Merseburg
hier, um die in der Spritzenfabrik von M. Blume erbauten Spritzen
für die Gemeinden Dobien und Thießen abzunehmen. Die Spritzen
sind zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt und sprach sich der
Inspector lobend über die Arbeit aus.

1899.03.28. Wittenberger Zeitung

Schadenfeuer. Am Sonnabend Nachmittag brach auf der zwischen Teuchel und Schmilkendorfer gelegene „Grünen Thalmühle“
Feuer aus, welches mehrere Wirthschaftsgebäude in Asche legte.
Schon vor zwei Jahren, als die Mühle noch Eigenthum des Geflügelzüchters Erich war, wurden mehrere Gebäude durch
Feuer zerstört.

1899.03.28. Wittenberger Tageblatt

Die Konfirmation hatte gestern unter schwerer Ungunst des Wetters zu leiden. Zwar war am Sonnabend Abend die strenge Kälte einer wesentlich milderen Temperaturgewichen, gestern früh aber machte sich ein Sturm auf, der den meist doch leicht gekleideten Konfirmanden den Kirchgang sehr erschwerte; und nach der Einsegnung schlugen den Heimkehrenden schon die ersten Schneeflocken ins Gesicht, die sich zu einem, den ganzen Tag anhaltenden, sturmdurchtobten Schneegestöber verdichteten.

1898.04.23. Wittenberger Tageblatt

Aus der Bekanntmachung der Ausnahmen für gesetzliche Bestimmungen für Sonntagsruhe in Gewerbebetrieben:
Bäcker- und Konditorgewerbe.
Die Beschäftigung von Arbeitern ist an allen Sonn- und
Festtagen gestattet.
Bedingung:
Jedem Arbeiter ist an jedem Sonn- und Feiertage eine ununterbrochene Ruhe von 14 Stunden in Bäckereien, von 12 Stunden in Konditoreien zu gewähren.
Der Beginn dieser Ruhezeit ist in Bäckereien frühestens von 12 Uhr nachts, spätestens von 8 Uhr morgens, in Konditoreien frühestens 12 Uhr nachts, spätestens von 12 Uhr mittags ab zu rechnen. Ferner ist jedem Arbeiter mindestens an jedem dritten Sonntage die zum Besuche des Gottesdienstes erforderliche Zeit freizugeben.

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1898.12.09. Wittenberger Tageblatt

Dobien. Am vergangenen Sonnabend feierte der Männer-Gesangsverein Dobien-Reinsdorf sein 4. Stiftungsfest,
bestehend in Konzert und Ball. Bei einem voll besetzten Haus
wurden die einzelnen trefflich gewählten Nummern exakt
vorgetragen und mit reichem Beifall belohnt.
Im Namen des Vereins begrüßte Herr Emil Moritz-Braunsdorf als Vorstand die Erschienenen in einer kurzen, kräftigen Ansprache.
In dem kleinen 11jährigen Karl Walther trat den Anwesenden
ein angehender Klavier-Virtuose entgegen, an dessen Spiel man
seine Freude haben mußte.

1898.12.05. Wittenberger Tageblatt

Aus der Bekanntmachung betreffs das Fahren mit Fahrrädern:
Innerhalb der Ortschaften darf mit Fahrrädern nicht schneller
gefahren werden, als mit der Geschwindigkeit eines mäßig schnell fahrenden Wagens.
Insbesondere ist das Wettfahren innerhalb der Ortschaften oder an Stellen regeren Verkehrs, das plötzliche Umlenken neben Fußgängern, Fuhrwerken, reitern oder Vieh, das Umkreisen von Fuhrwerken und dergl. verboten.

1898.03.27. Wittenberger Tageblatt

Die Dienstboten haben den nächsten Ziehtermin am 02. April. Nach Ortsgewohnheit ziehen die Dienstboten zwar schon am 1. des Quartals, hierzu haben sie aber kein gesetzliches Recht und die brauchen dies nicht zu dulden.

1898.10.03. Wittenberger Tageblatt

Pflaumenmusrezept über 100 Jahre alt

Die reiche Pflaumenernte dieses Jahres wird das Einkochen des Pflaumenmuses bedeutend fördern. Gehört auch die Arbeit des Musrührens zu den ermüdensten, so verfehlen Scherz und allerlei Kurzweil nicht ihren Zweck, über die Langwierigkeiten hinwegzuhelfen. Uebrigens möchten wir rathen, zwischen je 10 Pfd. Pflaumen einige grüne Wallnüsse und etwas getrocknete Apfelsinenschale zu thun und beides mit den Pflaumen zu kochen.

1898.06.29. Wittenberger Tageblatt

Die seit Eintritt der Regentage in voriger Woche, den Sonntag mit eingerechnet, gefallenen Regenmenge beträgt 27 mm, das macht 27 Liter auf Quadrat-Meter oder 690 Hektoliter auf den Morgen. Der Regen ist den Saaten, sowie den Feldfrüchten im Allgemeinen nach längerer Trockenzeit sehr zu Statten gekommen.

1898.06.12. Wittenberger Tageblatt

Durch die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen wäre fast ein größeres Unglück entstanden. Eine Lokomotive der Privatbahn nach Dobien entzündete eine zu dem Dominium Rothemark gehörige Fichtenschonung. Der Brand hatte schon erhebliche Dimensionen erreicht, als die erste Korporalschaft der Landwehrkompagnie des 151. Regiments sowie einige Mannschaften des 20. Regiments im Laufschritt von den benachbarten Schießständen herankamen. Diese löschten, im Verein mit dem Personal des Gutes, den Waldbrand nach zweistündiger harter Arbeit. Nachher wurde den braven Sol daten ihre wohlverdiente Belohnung in Gestalt eines guten Faß Bieres zu Theil.

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1885. gegründet: Gustav Kampfhenkel

1878.03.12. Wittenberger Tageblatt

Der Direktor Busse von den Werken der Germania in Dobien hat der Stadt Wittenberg ein sehr schönes Geschenk aus der mit den Werken verbundenen Kunsttöpferei gemacht. Es ist die Natur der Weisheit, eine weibliche Figur von 1,30 Meter Höhe, eine große Vase von derselben Größe und zwei kleine Schaalen. Die Gegenstände sind von gebranntem Thon, haben eine sehr schöne gelbliche Farbe und zeichnen sich die beiden größeren durch ihre schönen klassischen Formen aus. Besonders ist die Vase mit ihrer reichen, im italienischen Styl gehaltenen Ornamentirung, ein Meisterwerk der Kunsttöpferei. Die Gegenstände sollen zum Frühjahr in den Anlagen aufgestellt werden und werden dort einen wesentlichen Schmuck derselben bilden. Erst durch diese Schenkung wird Wittenberg von dem Dasein einer Kunstanstalt unterrichtet, die sich in aller Stille bereits einen guten Ruf in weiteren, besonders Baukreisen erworben hat und die schon seit längerer Zeit durch Lieferung von Bauornamenten, Gesimsen und Wappen zu Rohbauten mit Erfolg mit älteren Anstalten dieser Branche concurrirt, worin sie durch die künstlerische Ausführung und durch den ansprechenden Farbenton ihrer Erzeugnisse wesentlich unterstützt wird.

Anmerkung: die Allegorischen Figuren am Reichstag wurden im Werk Germania in Dobien hergestellt

2008.01. eigene Fotos

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1876.02.24. Wittenberger Tageblatt

Der Buchbinder Franziskus jun. Hier hat jetzt zwei seltene Thiere ausgestopft, die er Liebhabern von Naturmerkwürdigkeiten gern vorzeigt. Es ist ein Hase von ganz merkwürdig heller Isabell-Farbe und eine Fischotter. Wenn nun auch der Hase, der auf der Bleesernschen Flur geschossen ist, nur eben eine Spielerei der Natur ist, so hat die Fischotter, die mit einer Falle in einem Bache hinter Dobien gefangen wurde, doch einen gewissen wissenschaftlichen Werth und ist deshalb und ihres hier seltenen Vorkommens wegen wohl des Ansehens werth.

1875.08.09. Wittenberger Tageblatt

Am Montag verunglückte die Frau des Müllers in der Grüntalmühle dadurch, daß sie mit ihren Kleidern dem Getriebe zu nahe kam und von demselben erfaßt wurde. Schrecklich verstümmelt und selbstredend todt wurde die bedauernswerthe Frau vorgefunden und herausgezogen.

1875.09.29. Wittenberger Tageblatt

Arbeiter, die sich für Berg-Tiefbau qualificieren, finden dauernde und lohnende Beschäftigung.
Kohlengrube und Dampfziegelei „Germania“ Dobien bei Wittenberg /Elbe Braunkohle in bester Qualität, trocken, auch Stück- und Knorpelhaltig, zu Haushaltungen und industriellen Feuerungsanlagen gleich bewährt, für den Preis pro Hectoliter Stückkohle  45 Pf., Knorpelkohle  35 Pf., Förderkohle 28  Pf., klare Kohle 15 Pf., ab Grube zu haben und kann jeder Anforderung Genüge geleistet werden. Aufträge resp. Lieferungen werden prompt erledigt

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1875.09.29. Wittenberger Tageblatt

1875.08.23. Wittenberger Tageblatt

Der von Teuchel nach Dobien führende Communicationsweg bei Grube Germania ist wegen der Unsicherheit in Folge leicht eintretenden Bruches für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Das betheiligte Publikum wird daher hiermit angewiesen, dafür den bei jener Stelle entlang laufenden Privatweg der Grube Germania zu benutzen. Amt zu Piesteritz, den 23.08.1875 Der Amtsvorsteher. Liepe.

1875.08.09.  Wittenberger Tageblatt

Am Montag verunglückte die Frau des Müllers in der Grünthalmühle dadurch, daß Sie mit ihren Kleidern dem Getriebe zu nahe kam und von demselben erfaßt wurde. Schrecklich verstümmelt und selbstredend todt wurde die bedauernswerthe Frau vorgefunden und herausgezogen.

1875.06.29. Wittenberger Tageblatt

…das Essen war schon immer teuer

1875.04.16.  Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung

Der Ziegeleibesitzer Franz Mussil beabsichtigt auf seiner unweit des Dorfes Dobien an der Wittenberg – Dobiener Straße gelegenen Ziegelei einen neuen Ziegelbrennofen zu erbauen. Indem wir dies in Gemäßheit des § 17 der Gemeindeordnung vom 21. Juni 1869 zur öffentlichen Kenntnis bringen, fordern wir hierdurch auf, etwaige Einwendungen gegen die Anlage binnen 14 Tagen präclusivischer Frist bei uns anzubringen und bemerken, daß nach Ablauf derselben Einwendungen in dem Verfahren nichts mehr gemacht werden können. Situationsplan und Zeichnung liegen in unserm Bureau zur Einsicht aus. Wittenberg , den 15. April 1875 Der Kreis-Ausschuß des Kreises Wittenberg von Koseriß, Königlicher Landrath

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1874.09.28. Wittenberger Tageblatt

In den Braunkohlengruben zu Dobien, welche seit einigen Jahren durch Ankauf in einer Hand vereinigt sind und wesentliche Verbesserungen und Erweiterungen ( erhöhter Maschinen- und Grubeneisenbahnbetrieb erfahren haben, ist während des ganzen Sommers und Herbstes nur sehr wenig für den Verkauf gefördert worden.
Da mit dem Etablissement eine große die ausgedehnteste Fabrikation berechnete Dampfziegelei verbunden ist, so ist der eigene Verbrauch ein sehr bedeutender und hat sich daher der Verkauf an vielen Tagen nur in Hunderten von Hectolitern bewegen können.
Hauptsächlich ist diese geringe Förderung aber durch Umfassende Grubenbauten, die sich nach und nach nothwendig gemacht hatten, veranlaßt worden.
Wie wir aus guter Quelle vernehmen, wird sogar eine Vertiefung des Schachtes für den nächsten Winter beabsichtigt, da die Ergiebigkeit des jetzigen Flachbaues zu Ende geht.
Durch die diversen Bauten aber, welche die gedachte Tiefschachtung nothwendig im Gefolge haben muß, wird die Förderung und der Kohlenverkauf in den Dobiener Kohlengruben in nächster Zeit voraussichtlich ganz aufhören. dem Kohlen consumirenden Publikum wird es freilich nicht lieb sein, dies zu vernehmen.

1874.07.01. Wittenberger Tageblatt

Bekanntmachung. Als Gemeindevorsteher in Dobien wurde gewählt, Schering, Gottfried – Halbhüfner Als Schöffen Hennig, Gottfried – Hüfner und Schering, Christian – Hüfner
(Anmerkung: 1 Hufen = 30 – 100 Morgen – regional unterschiedlich )

1874.05.10. Wittenberger Tageblatt

Die Pfarrscheune zu Dobien soll den 14. Mai nachmittags 3 Uhr an den Meistbietenden auf Abbruch verkauft werden. Nähere Bedingungen zu erfahren in der Pfarre.

1873.08.15. Wittenberger Tageblatt

Werth des österreichischen Silberguldens ist an den Börsen-Plätzen 18Sgr. 9 Pf. Das Comité.

1873.08.09. Wittenberger Tageblatt 

Wittenberger Getreide-Preise

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1873.04.18.  Wittenberger Tageblatt

 Aufforderung Diejenigen Einwohner Wittenbergs, an welche der Fuhrmann Gottlieb Retzke aus Klein-Wittenberg in den Monaten December v.J. und Januar, Februar, März d. J. Kohlen von der Grube Germania in Dobin (orig. Schreibweise ) verkauft resp. geliefert hat, bitte ich hiermit dringend, ihre Adresse gefl. an Unterzeichneten unfrancirt abzugeben. Weitläufigkeiten und Unannehmlichkeiten erwachsen den Herren dadurch nicht, da es nur gilt, Betrügereien, welche vorgefallen sind, auf die Spur zu kommen. Piesteritz                            Alb.W. Stursberg

1873.03.22. Wittenberger Tageblatt

1873.03.25. Wittenberger Tageblatt

Civileinwohnerzahl nach der Zählung vom 01.12.1871
Dobien            241
Braunsdorf      163
Reinsdorf         281

1873.02.17. Wittenberger Tageblatt

Was ist der Soldat?
Die „Metzer Zeitung“ beantwortet dies folgendermaßen:

Der Soldat ist
ein vom Weibe geborenes,
zum Leiden erkorenes,
kahlköpfig geschorenes,
vom Lande gekommenes,
bei der Musterung genommenes,
gleich anfangs geimpftes,
viel Hunger habendes,
an Kommißbrod sich labendes,
Dauerlauf trabendes,
im Gleichmarsch gehendes,
auf Kommando stillstehendes,
langsamen Schritt machendes,
im Gliede nie lachendes,
Schweißtropfen vergießendes,
rechts und links schießendes,
Erbsensuppe genießendes,
Einjährigen bedienendes,
2 Groschen verdienendes,
krampfhaft marschirendes,
drei Winter lang frierendes,
aus Verzweiflung capitulirendes,
endlich avancirendes,
dann andere bestrafendes,
auf Wache gern schlafendes,
sich als höheres Wesen fühlendes,
Zulage erhaltendes,
Corporalschaft verwaltendes,
dort unumschränkt schaltendes,
Kriegsherrn hochhaltendes,
Demokraten verachtendes,
nach Köchinnen schmachtenden,
sich nach Ruhe sehnendes,
und endlich Pension nehmendes,
zum Polizisten, Briefträger
oder Nachtwächter sich bequemendes
Individuum.

(alte Rechtschreibung wurde beibehalten)

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